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letzte Aktualisierung: 30.08.10 | Das Buch | |

Bezirksjournale

UPDATE Mediaprint stellt Bezirksjournale am 25. August 2010 ein +++

Gratiswochenzeitungen für Wien und Niederösterreich im Besitz der Mediaprint, die sie nach 34 Jahren auf dem Markt am 25. August 2010 einstellt, nach Angaben des Zeitungsriesen mangels wirtschaftlicher Perspektive.

Im Geschäftsjahr 2006/2007 schrieb die operative Verlagsgesellschaft der Bezirksjournale 1,6 Millionen Euro Verlust, 2005/6 576.000 Miese. Aktuellere Daten waren nicht verfügbar.

Spätestens seit das Ergebnis der Mediaprint 2008/09 auf 1,3 Millionen Euro einknickte (2006/06 noch gut 35 Millionen), drängen die Gesellschafter (WAZ, Raiffeisen und Familie Dichand) zum Sparen. 2009/10 soll sich das Mediaprint-Ergebnis auf 16 Millionen verbessert haben (Info-Stand: August 2010).

Die Mediaprint verhandelte mit Niederösterreichischem Pressehaus und Echo (Wiener Bezirksblätter); beide wollten ihr die Bezirksjournale nicht abnehmen. Styria und Moser Holding kauften zuletzt die Wiener Bezirkszeitung für ihren praktisch österreichweiten Ring von Gratisblättern.

Gegründet hat die Bezirksjournale Karl Mader. Der (nachvollziehbar) erste Gesellschaftervertrag stammt vom 5. Mai 1976, der Verlag wurde am 20. Mai 1976 ins Firmenbuch eingetragen.

Die Kurier AG übernahm den Verlag – nach den Daten im Firmenbuch wohl mit November 1986, als das Kapital der Gesellschaft um 500.000 Schilling erhöht wurde.

Karl Mader gründete nach dem Verkauf mit der Verteilfirma feibra, inzwischen eine Posttochter, das Konkurrenzprodukt . Deren Verlag, die Mader Zeischriftenverlagsgesellschaft mbH wurde am 13. September 1991 ins Firmenbuch eingetragen. Das hätte ausreichend Zeit zu 1986 verstreichen lassen, um Konkurrenzklauseln im Verkaufsvertrag ablaufen zu lassen.

Post/feibra und der inzwischen engagierte Tiroler Gratisblattverleger Otto Steixner (Gründer der Bezirksblätter, ausgehend von Tirol) verkauften Anfang 2009 74,9 Prozent an der bz Wiener Bezirkszeitung dem Gratiszeitungs-Joint-Venture von Styria und Moser Holding, die einen österreichweiten Gratiszeitungsring aufziehen.

Der hat in Wien mit dem überraschenden Ende der Bezirksjournale mehr Platz, ebenso die Wiener Bezirksblätter des Echo Medienhauses.

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