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letzte Aktualisierung: 7.11.08 | Das Buch | |

Nimmerrichter, Richard

(31. Dezember 1920 in Wien-Favoriten)

War von 3. Februar 1965 bis 1. Mai 2001 täglich mit seiner Kolumne in der Krone „Hausmaster’s Voice“ (profil 1973 in einer Coverstory über den „Mann hinter Staberl“).

Seine erste Staberl-Kolumne erschien übrigens am 8. Dezember 1964 getarnt als Leserbrief von H. St. aus Wien X, aber prominent platziert auf Seite 2, über „unsere Herren Politiker“, die „für unser Steuergeld“ den „Parlamentarismus in Misskredit bringen“. Das war noch vergleichsweise harmlos: Nimmerrichters Kolumnen werden als vielfache Beweisstücke für rassistische und nationalistische Töne der Krone herhalten – mehr dazu unter Krone. 2001, im beginnenden Gesellschafterstreit mit der WAZ, verabschiedet Hans Dichand seinen jahrzehntelangen Mann fürs Grobe, Rechte und Dumpfe unsanft in die Pension – immerhin mit 80.


Der gelernte Sportjournalist Nimmerrichter begann bei der Arbeiter-Zeitung (AZ), schon 1946 war er Mitglied der SPÖ geworden (und 1962 ausgetreten), war Redaktionschef der sozialistischen Welt-Presse und Chefredakteur der ebenso roten Welt am Montag, dann Freelancer und Kolumnist, etwa beim Express. Im November 1964 lud ihn Hans Dichand im Lift des Pressehauses ein, zur Krone zu kommen: „Sie können jedes Ressort haben.” Nimmerrichter fiel die Kolumne aus der Sicht des kleinen Mannes ein, oder besser: des kleinen Nachkriegsösterreichers.

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