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letzte Aktualisierung: 7.11.08 | Das Buch | |

Rabl, Peter

(11. Juni 1948)

REAKTION

Peter Rabl ergänzt zu seiner Darstellung im Lexikon (wie viele andere Bios ehemaliger Medienmacher aus Platzgründen viel zu kurz – und viele auch leider gar nicht im Buch):
“Es bleibt Ihnen selbstverständlich unbenommen, große Teile meiner 35jährigen Karriere zu negieren. Dass ich Mitbegründer und sehr bald Leiter und Präsentator des ersten politischen Wochenmagazins im ORF-TV namens “Politik am Freitag” war; dass ich über Jahre erfolgreicher Hauptabteilungsleiter der F 9 war; dass ich als jahrelanger Moderator und Chef für den “Inlandsreport” war; dass es da einmal ein inzwischen legendäres Interview mit Kurt Waldheim gab (Florian Klenk hat mir gestern erzählt, dass er als Jugendlicher unter dem Eindruck dieses Interviews beschlossen hat, Journalist zu werden); dass das Profil im letzten Geschäftsjahr 90/91, bevor ich weggestreikt wurde, die bis dahin höchsten Verkaufszahlen und Gewinne verbucht hat; dass ich im Kurier die wahrscheinlich größte Blattreform und Neupositionierung umgesetzt habe, die es bei Tageszeitungen je gab, und so weiter.

In Ihrer Medienwelt werde ich auf den Profil-Streik und meine einbekannter Weise falsche Reaktion auf den Markteintritt von News reduziert.
Soll sein, ich bin ja von Ihnen nie freundlich behandelt worden.
Nicht akzeptabel sind dagegen für mich eindeutige falsche Behauptungen Ihrerseits.

- In Ihrer Fellner-Hymne* insinuieren Sie, das die Umstellung des Kurier auf vier Bücher und auf Qualitätsanspruch auf einer Idee von WF beruhe.
Tatsächlich habe ich mein Reformkonzept für den Kurier als damals Außenstehender ohne jede interne Information entworfen und später weitestgehend umgesetzt. Als Geschäftsführer und Herausgeber habe ich später zudem feststellen müssen, dass in den alten Akten der Kurier-Geschäftsführung aus der Zeit der Brüder Fellner jegliche inhaltlich relevanten Beilagen gefehlt haben. Wer immer sie entfernt haben mag.

- “Ein Gutteil der Wortführer des Profil-Streiks entfernte ZVB-Chef Rabl aus dem Blatt …” schreiben Sie in Ihrer Medienwelt. Tatsächlich habe ich nur den Abgang des Profil-Chefredakteurs Helmut Voska – mit heute noch bestem Gewissen – zu verantworten, dessen abenteuerlicher Vertrag durch meine Bestellung von neuem Herausgeber und neuen Chefredakteuren objektiv und durchaus mit Absicht gebrochen wurde. Alle weiteren Personalmaßnahmen im Profil sind ohne jegliches Zutun meinerseits erfolgt, zumal ich bereits im März 1993 von der ZVB in die Kurier-Funktion wechselte.”

  • Fellner-Hymne überrascht mich doch sehr – vermutlich auch Wolfgang Fellner, Anm.
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