(APA)
(Heute)
(Wiener Zeitung)
(Die Presse)
(Kurier)
“Unerschöpfliche Fundgrube”
(Kleine Zeitung )
(news.at)
(Horizont)
(Roman Hummel im Standard)
(Armin Thurnher im Falter)
dieMedien.at ist Harald Fidlers Internetseite zu seinem gedruckten Lexikon Österreichs Medienwelt von A bis Z (Falter Verlag, November 2008, 632 Seiten). Zum Erscheinen des Lexikons finden Sie hier die komplette Übersicht an Stichwörtern aus dem Buch. Als eine Art Vorgeschmack auf die Enzyklopädie, aber vorerst (meist) ohne die Erläuterungen aus dem Band.
Unter den Stichwörtern stehen aber
Ergänzungen und Weiterentwicklungen nach Redaktionsschluss des Buches.
Korrekturen zu den Buchtexten, falls nötig, und Reaktionen.
Weiterführende Links, etwa zu Online-Datensammlungen.
Zu diesen Ergänzungen oder Korrekturen stelle ich, wenn für das Verständnis sinnvoll, auch Passagen aus dem Buch. Das vollständige Buch online zu stellen, ist aufgrund des Vertrags mit dem Verlag – vorerst – nicht möglich.
Viele Biografien von Medienmachern finden Sie (aus Platzgründen) hier detaillierter als im Buch. Noch arbeite ich an der Eingabe der Daten, bitte um etwas Geduld.
Über die Navigation oben auf der Seite können Sie Rubriken auch gesondert ansteuern.
Aus organisatorischen Gründen habe ich auf dieser Seite vorerst keine Postings vorgesehen. Anregungen, Hinweise und Korrekturen bitte an fid@diemedien.at, ich greife sie gerne hier auf.
Harald Fidler
Das Buch gibt’s beim Falter Verlag, bestellen oder auch verschenken können Sie es mit einem Klick hier
Chronologische Übersicht der wichtigsten Ereignisse in Österreichs Medienwelt, seit im Herbst 2008 das gedruckte Lexikon erschien. Derzeit noch im Aufbau, Links zu längeren Updates folgen. Auch die Updates zum Buch werden – hoffentlich :) – noch übersichtlicher geordnet. Und hoffentlich auch bald wieder eifrigere Updates…
31. Dezember 2011 Horst Pirker gibt die Führung des Red Bull Media House mit Jahresende ab, nach eigenen Angaben aus familiären Gründen. Erst seit März 2011 führte er die Medien von Dietrich Mateschitz, er entwickelte eine Medienstrategie für Red Bull TV, Bulletin, Redbull.com sowie Servus TV samt Magazin, das sich auf Süddeutschland und Österreich konzentrieren soll. Intern wurde der Abgang am 14. Dezember 2011 kommuniziert.
1. Dezember 2011 ATV startet seinen Zweitkanal ATV 2, befüllt zum Teil mit zeitversetzten Wiederholungen von ATV-Sendungen.
15. November 2011 Die Mediaprint gibt ihren Einstieg beim VWZ-Verlag des Wiener Bezirksblatt bekannt, wie bei den Gratisblättern des NÖ Pressehauses mit 24,9 Prozent, in der Hoffnung, unter 25 Prozent würden die Wettbewerbsbehörden nicht näher hinsehen. Der VWZ-Verlag gehört dem Echo Medienhaus, und das dem der Wiener SPÖ zuzurechnenden Verein der Wiener Arbeiterheime.
26. Oktober 2011 Der ORF startet seinen gebührenfinanzierten Info- und Kulturspartenkanal ORF 3, entstanden aus dem kommerziell zu führenden Tochterkanal TW1. Dessen Frequenzpartner ORF Sport Plus wird paralell zum 24-Stunden-Programm.
15. September 2011 34 von 35 Stiftungsräten wählen die vier zentralen Direktoren des ORF von 2012 bis Ende 2016: Kathrin Zechner (Fernsehen), Karl Amon (Radio), Richard Grasl (Finanzen, nun plus TV-Produktionswirtschaft), Michael Götzhaber (Technik, bisher Stiftungs- und Betriebsrat). 31 von 35 Stiftungsräten wählen die neun meist farblich passenden Landesdirektoren: Brigitte Wolf (Wien), Norbert Gollinger (Niederösterreich), Kurt Rammerstorfer (Oberösterreich, bisher Tirol), Roland Brunhofer (Salzburg, bisher Betriebsratschef Oberösterreich), Helmut Krieghofer (Tirol, zuletzt Uniqa-Landesmanager und ORF-Stiftungsrat, war Tiroler VP-Landesgeschäftsführer), Markus Klement (Vorarlberg, dort bisher Radiomoderator), Karin Bernhard (Kärnten, bisher “Kärnten heute”, Society), Gerhard Draxler (Steiermark), Karlheinz Papst (Burgenland).
September 2011 Die Leykam Holding übernimmt die insolvente Druckerei Goldmann.
September 2011 Die Mediaprint gibt – nach Einwänden der Wettbewerbsbehörde gegenüber ihrem ersten Anlauf – nun den Einstieg bei den Gratiszeitungen des Niederösterreichischen Pressehauses mit 24,9 Prozent bekannt. Die Behörde will dennoch Einblick in die Verträge, um bestimmenden Einfluss herauszufinden.
September 2011 Axel Bogocz (sprich: Bogotsch) tritt seinen Dienst als neuer Chef der News-Geschäftsführung und Herausgeber der Magazingruppe an. Bogocz werkte lange als Verlagsgeschäftsführer beim Bauer-Verlag, zuständig insbesondere für die “Bravo”-Gruppe.
9. August 2011 Alexander Wrabetz wird mit 29 von 35 Stiftungsräten für weitere fünf Jahre ab 2012 zum ORF-General gewählt. Gegen ihn stimmen fünf bürgerliche und ein unabhängiger bürgerlicher Stiftungsrat.
Juni 2011 Die Styria verabschiedet sich wieder aus Italien und verkauft ihre Anteile am Wochenblatt Il Friuli in Udine.
Neues STANDARD-Ranking der größten österreichischen Medienhäuser für das Jahr 2010 mit einem Klick hier
31. Mai 2011 Matthias Schönwandt muss nach nur drei Monaten die Führung der News-Gruppe wieder abgeben. Er verstieß mit dem – intern dokumentieren – Plan, dem Wiener Bühnenverein einige iPads zu sponsern, gegen Compliance-Regeln von News-Mehrheitseigentümer Gruner+Jahr.
3. März 2011 Der ORF präsentiert seinen Stiftungsräten nach -79,7 (2008) und -44,5 (2009) wieder ein positives Konzern-Ergebnis (EGT) von +24,9 Millionen Euro. Konzernumsatz 2010: 973 Millionen Euro (2009: 902,4 Mio. Euro). Aus Gebührern: 580,2 Mio. Euro (2009: 526,4) inklusive 50 Millionen Gebührenabgeltung des Bundes. Aus Werbung: 216,2 Mio. Euro (2009: 222,6 Mio. Euro).
1. März 2011 Oliver Voigt wird Geschäftsführer der Mediengruppe Österreich, er übernimmt formal die Agenden von Wolfgang Fellner, also laut Aussendung verlegerische Verantwortung, für die Mediengruppe und die Zeitung Österreich, Budgetverantwortung, Marketing, Planung und Strategie, neue Medien. Fellner bleibt nach eigenen Angaben Herausgeber und Verleger.
14. Februar 2011 Heute-Herausgeberin Eva Dichand trennt sich von Chefredakteur Richard Schmitt und begründet das mit seinem Führungsstil. Aber auch zwischen den beiden dürfte die Chemie schwierig gewesen sein. Nachfolger ab März: Wolfgang Ainetter, früher News, seit 2005 Bild, dort zuletzt mit seinem laut Ministerium nicht genehmigten Interview mit Josef F. im Gefängnis aufgefallen. Schmitt checkt wenige Wochen später wieder bei der “Krone” ein, von der er zu “U-Express” und später “Heute” gekommen war.
31. Jänner 2011 Mit Ende Jänner übernimmt die Styria Media Group die Magazinholding Styria Multi Media (Wienerin, Diva, miss, Sportmagazin, Sportwoche, Motorradmagazin, Wiener) ganz. Herbert Pinzolits, mit dessen Sportmagazin Verlag die Zeitschriftengruppe 2007 fusionierte, gibt seine letzten 24 Prozent ab. Die Styria Multi Media ist – mit deutlichem Abstand von der Verlagsgruppe News – Österreichs zweitgrößte Magazinholding.
28. Jänner 2011 Die ORS vergibt die neue regionale TV-Lizenz für Wien auf Multiplex B an den Wiener Fachzeitschriftenverlag Bohmann, den die Stadt Wien massiv unterstützt.
27. Jänner 2011 Die Staatsanwaltschaft Wien führt Hausdurchsuchungen an Firmenadressen und der Privatadresse Wolfgang Fellners durch, nach ihren Aussagen wegen Verdachts auf Beihilfe zur Untreue im Zuge eines Immobiliengeschäfts einer Fellner-Firma mit der Constantia/Immofinanz-Gruppe, Helmuth und Wolfgang Fellner weisen die Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.
16. Dezember 2010 Schauplatz Gericht, 1:0 für den ORF gegen die FPÖ. Der Oberste Gerichtshof definiert das Redaktionsgeheimnis nach Paragraf 31 Mediengesetz umfassend zugunsten der Medien: “§ 31 MedienG erfasst unter anderem ausnahmslos alles, was Medieninhabern, Herausgebern, Medienmitarbeitern und Arbeitnehmern eines Medienunternehmens oder Mediendienstes im Hinblick auf ihre Tätigkeit mitgeteilt wurde.” Anlass: Redakteur Ed Moschitz hat für eine “Am Schauplatz”-Doku über zwei junge Rechtsradikale die beiden Protagonisten zu einem Wahlkampfauftritt von FP-Chef Heinz Christian Strache am 12. März 2010 mitgenommen. Strache will Aufforderungen gehört haben, “etwas Neonazistisches” zu sagen, später wird daraus “Heil Hitler” und schließlich “Sieg Heil”. Strache zeigt den Redakteur und die Skins wegen Verdachts auf Wiederbetätigung an. Der ORF gibt am 13. März das Band von der FP-Veranstaltung heraus, darauf ist nichts zu finden. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt verlangt im Zuge ihrer Erhebungen das übrige Drehmaterial für die Doku, der ORF verweigert es, gewinnt in erster Instanz, verliert in zweiter und schafft eine Nichtigkeitsbeschwerde der Generalprokuratur beim OGH. Der entscheidet: Das gesamte Drehmaterial ist vom Redaktionsgeheimnis geschützt. Urteil
14. Dezember 2010 Karl Habsburg und Mitinvestoren übernehmen die WAZ-Zeitungen in Kroatien. Bald danach versuchen ihre bulgarischen Partner, sie auszubooten.
1. Dezember 2010 Der Jahrgang 2010 ist stark im Abgang. Die Eigentümer der News-Gruppe einigen sich nicht mit Oliver Voigt über die Konditionen für seine Vertragsverlängerung über Jahresende 2010 hinaus. Nachfolger wird der Hamburger Matthias Schönwandt, zuletzt Geschäftsführer des Bertelsmann-Programmdienstleisters RTV um das gleichnamige deutsche TV-Supplement, ein Vertrauter von Gruner+Jahr-Auslandsvorstand Torsten-Jörn Klein.
Dezember 2010 Familie Fellner sortiert wieder um in ihrem weit verzweigten Firmenreich um Österreich und Antenne-Radios. Die Antenne Österreich verschmelzen sie erst mit der ersten Projektgesellschaft für Österreich und übertragen sie zu 100 Prozent an eine neue Firma, die einer Stiftung von Wirtschaftstreuhänder Hans Bodendorfer (93,3 Prozent) und Wolfgang Fellners Sohn Niki sowie einer Firma Niki Fellners (6,7 Prozent) gehört. Die Mediengruppe Österreich Privatstiftung, zwischendurch Haupteigentümer des (aus vielen GesmbHs bestehenden) Zeitungsverlags, löst sich auf. Die Wolfgang Fellner Privatstiftung, anfangs Haupteigentümerin des Zeitungsverlags (und weiterhin Eignerin der Media Finanzierungs GmbH für das Projekt) übernimmt wieder die Mehrheit (über diverse Zwischenfirmen) an der Firmengruppe um Österreich, beteiligt ist auch eine Firma von Fellner-Stiftungsvorstand und Anwalt Christoph Leon. Bei den Radios erklären die Fellners gegenüber der Medienbehörde, es gebe in der neuen Konstruktion keine Treuhandverhältnisse, Leon erklärte dem Autor, er halte die Anteile selbst und nicht treuhändig.
Dezember 2010 Der Presserat nimmt seinen Betrieb nach mehr als acht Jahren unfreiwilliger Pause wieder offiziell auf.
30. November 2010 Dietrich Mateschitz startet zu seinem TV-Kanal den Printableger “Servus in Stadt und Land” nach dem Vorbild des deutschen Verkaufserfolgs “Landlust”.
19. November 2010 Pius Strobl erklärt seinen Rücktritt als Kommunikationschef des ORF zurück, er verlässt die Anstalt. Anlass: Er schickte eine Mitarbeiterin mit Aufnahmegerät aus, um Gespräche von Direktoren, Stiftungsräten und Journalisten am Rande der Sitzung des Stiftungsrats am 11. November aufzuzeichnen. Die ORF-Direktoren protestieren der Reihe nach und sprechen ihm ihr Misstrauen aus.
15. November 2010 ORF-Technikdirektor Peter Moosmann stirbt in der Nacht auf 15. an Krebs. Damit sind nur noch zwei der sechs 2006 von Wrabetz vorgeschlagenen und gewählten Direktoren seines Führungsteams im Amt.
11. November 2010 Der Stiftungsrat des ORF wählt Elmar Oberhauser als Infodirektor ab. Dafür stimmen 15 SP-Stiftungsräte, ein Grüner und zwei unabhängige Betriebsräte. Zwei FP, eine BZÖ, eine ÖVP und zwei Unabhängige enthalten sich. Elf ÖVP stimmen gegen die Ablöse. ORF-General Alexander Wrabetz übernimmt die Agenden in Zusammenarbeit mit Hauptabteilungsleitern und anderen Direktoren mit.
9. November 2010 Schleusen auf für Zeitungsgewinnspiele und Beigaben: Dem EU-Gerichtshof ist das österreichische Wettbewerbsrecht für Zeitungen, das Kaufzwang für die Beteiligung etwa an Gewinnspielen untersagt, in einer Vorabentscheidung (C-540/08) für ein Verfahren Mediaprint gegen “Österreich” als zu streng an. Urteil hier
2. November 2010 Die Styria Media Group übernimmt laut heute unterzeichneter Vereinbarung auch die übrigen 50 Prozent der niederländischen Post TNT an Redmail. Der Zustelldienst gehört damit künftig alleine der Styria.
22. Oktober 2010 ORF-General Alexander Wrabetz beurlaubt Infodirektor Elmar Oberhauser mit sofortiger Wirkung. Anlass: Oberhauser protestierte scharf in einem (nicht lange) internen Mail gegen die Bestellung Fritz Dittlbachers zum TV-Chefredakteur gegen seinen Vorschlag Armin Wolf. Oberhauser nennt das eine “unzulässige Einmischung”, diesfalls der SPÖ. Wrabetz wirft ihm “öffentliche Beschädigung der Glaubwürdigkeit der ORF-Information vor”. Er droht dem Infodirektor mit einem Abwahlantrag für 11. November 2010.
13. Oktober 2010 Die SPÖ gibt ihre letzten 45 Prozent an der Kärntner Tageszeitung ab. Der Kärntner Werbe-Unternehmer Hansjörg Berger übernimmt sie wie den 45-Prozent-Anteil von Chefredakteur Ralf Mosser, die übrigen zehn Prozent hielt Berger bereits. Damit gibt es nur noch eine Partei-Tageszeitung: das oberösterreichische Volksblatt der ÖVP.
1. Oktober 2010 Das neue ORF-Gesetz tritt in Kraft, auch die neue Medienbehörde startet. Der ORF erhält für 2010 und 2011 je 50 Millionen Euro zusätzlich aus dem Bundesbudget, 2011 und 2012 je 30 Millionen. Bedingungen: mehr Eigenproduktionen, mehr Untertitel und Audiokommentare, Erhalt des Rundfunkorchesters – und vor allem strukturelles Sparen. Mehr dazu hier.
Oktober 2010 Im Firmenbuch scheinen nur noch Josef Andorfer und seine Andmann Holding, beide mit Sitz in der Schweiz, als Eigentümer von Austria 9 auf.
30. September Horst Pirkers offiziell letzter Arbeitstag bei der Styria.
14. September 2010 Hoppla: Styria-Vorstandschef und -Motor Horst Pirker bestätigt, er verlässt den Medienriesen um die Kleine Zeitung mit 30. September. Hintergrund: Machtkampf mit den Eigentümervertretern, ein “getriebener” Macher gegen einen etwas weniger schnellen und expansiven Aufsichtsrat. Seine Vorstandskollegen Klaus Schweighofer und Wolfgang Bretschko führen das Haus weiter.
7. September 2010 Stefan Ströbitzer wird Radio-Chefredakteur des ORF, Nachfolger von Bettina Roither, nun Ö1-Chefin.
August 2010 Die Bundeswettbewerbsbehörde erlaubt Radio NRJ, der Leykam AG ihre steirischen Lokalradios (u.a. Radio Graz) abzukaufen.
25. August 2010 Die Mediaprint stellt ihre Gratiswochenzeitungen Bezirksjournale ein.
1. August 2010 Helmut Brandstätter wird ohne Zeitungserfahrung Kurier-Chefredakteur. Brandstätter war schon “Report”-Chef im ORF, Geschäftsführer des deutschen Nachrichtensenders n-tv und für einige Monate Gründungsgesellschafter und -geschäftsführer von Puls TV, zuletzt Kommunikationsberater. Seine Agentur BBC verkauft er Wolfgang Rosam. Der bisherige Kurier-Chefredakteur Christoph Kotanko leitet künftig die Aktivitäten für digitale Lesegeräte bei der Zeitung.
Juli 2010 Gründer Klaus Stimeder zieht sich als Datum-Chefredakteur und -Gesellschafter zurück, sein Mitgründer Klaus Weyringer, im Brotberuf in London mit Finanzanlagen beschäftigt, stockt auf 100 Prozent auf.
22. Juni 2010 In Oberösterreich startet über Digitalantenne der Communitysender DORF-TV.
17. Juni 2010 Hans Dichand, Gründer und Hälfteeigentümer der Kronen Zeitung, stirbt im Wiener AKH.
17. Juni 2010 Der Nationalrat beschließt mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP und FPÖ das neue ORF-Gesetz samt neuer Medienbehörde.
7. Juni 2010 Die Rundfunk- und Telekomregulierung RTR kann erstmals Medienförderung an kommerzielle Privatsender (aus dem neuen Privatrundfunkfonds) ausschütten.
12. März 2010 Redakteur Ed Moschitz nimmt für eine “Am Schauplatz”-Doku über zwei junge Rechtsradikale die beiden Protagonisten zu einem Wahlkampfauftritt von FP-Chef Heinz Christian Strache am 12. März 2010 mit. Strache will Aufforderungen gehört haben, “etwas Neonazistisches” zu sagen, später wird daraus “Heil Hitler” und schließlich “Sieg Heil”. Strache zeigt den Redakteur und die Skins wegen Verdachts auf Wiederbetätigung an. Der Ausgangspunkt der “Schauplatz”-Debatte – mehr oben unter: 16. Dezember 2010.
10. Februar 2010 Als tägliche Hochglanzbeilage sollte Life & Style nach Wolfgang Fellners Ankündigungen der zentrale USP von Österreich sein. Aus Anfangs zwei Beilagen wurde binnen Monaten eine, die laufend an Umfang verlor, tageweise ausfiel. Am 10. Februar erschien sie zum letzten Mal auf dem “revolutionären” Hochglanzpapier, seither (aus Kostengründen) als Heftteil auf Zeitungspapier.
26. Jänner bis 1. Februar 2010 Die SPÖ wollte nach zwei Wahlsiegen die Faxwahl zum Publikumsrat nicht abschaffen – und unterliegt der ÖVP überraschend mit 1:5 – damit wird eine sicher geglaubte rote Mehrheit deutlich dünner.
11. Jänner 2010 Dominic Heinzl soll mit seiner neuen Societysendung “Chili” die ORF-Quoten im Vorabend von ORF 1 beflügeln. Er senkt sie deutlich, just bei jüngeren Zuschauern. Ohne eigens eingerichtetes neues Studio kostet Heinzls Sendung nach ORF-Angaben 3,3 Millionen Euro pro Jahr. Ab Herbst entfällt der erste Sendungsteil “Backstage” (nach einem Entscheid des Bundeskommunikationssenats), das die beiden Sendungen als eine und die Spots dazwischen als verbotene Unterbrecherwerbung definiert., “Chili” beginnt nun erst um 19.45 Uhr und muss nicht mehr direkt gegen die “ZiB 1” antreten.
1. Jänner 2010 Richard Grasl, bisher Chefredakteur im Landesstudio Niederösterreich, tritt seinen Dienst als kaufmännischer Direktor des ORF an.
1. Jänner 2010 Der Standard wechselt die Druckerei, von Golddmann (Tulln) zur Mediaprint (Wien-Inzersdorf).
17. Dezember 2009 Das Niederösterreichische Pressehaus (NÖN) verkaufte, wie an diesem Tag bekanntgegeben, seine 51 Prozent am Verlag LW, der Titel wie Universum Magazin, Sportzeitung und Vinaria herausgibt. Manager Erwin Goldfuß stockte seine 49 Prozent auf 100 auf.
16. Dezember 2009 Die Moser Holding bläst den Zusammenschluss mit der Styria ab. Hohe Schulden hätten ihren Einfluss im Joint Venture minimiert, sagen die einen. Die Styria habe geschlossene Vereinbarungen über überproportionales Gewicht von Moser-Gesellschaftern Zug um Zug infrage gestellt, sagen die anderen. Das Kartellverfahren wird auf Antrag der nun nicht mehr Fusionswilligen am 20. Jänner 2010 eingestellt.
9. Dezember 2009 Conrad Heberling, Geschäftsführer und Gesellschafter des Privatsenders Austria 9, bestätigt: Haupteigentümer Hubert Burda verabschiedet sich nach mehreren Kapitalerhöhungen von dem österreichischen Experiment, in das er nicht weiter investieren will. Austria ) gehört nunzu 58,5 Prozent Heberling und zu 41,5 Prozent der Schweizer Andmann Media Holding von Josef Andorfer. Burda hielt zuletzt gut 87 Prozent.
17. November 2009 Tausche Millionen gegen Direktor: Der Stiftungsrat wählt Richard Grasl mit 33 Stimmen bei nur zwei Enthaltungen, ohne Gegenstimmen, zum neuen Finanzdirektor des ORF. Ein schwarzer Hoffnungsträger für eine der nächsten Wahlen zum ORF-General.
16. November 2009 SPÖ und ÖVP einigen sich am Nachmittag auf Grundzüge des neuen ORF-Gesetzes – vor allem 160 Millionen über vier Jahre extra aus den Gebühreneinnahmen des Bundes für den ORF. Die Bedingung der ÖVP wird spätestens am späten Abend desselben Tages bestätigt: Sissy Mayerhoffer tritt als kaufmännische Direktorin des ORF zurück und macht Platz für Richard Grasl. Für den bisherigen Chefredakteur des Landesstudios Niederösterreich macht sich vor allem Landeshauptmann Erwin Pröll stark.
15. November 2009 Die Moser Holding stellt die Rundschau am Sonntag ein, weitere 55 Mitarbeiter sollen ihren Job verlieren.
1. Oktober 2009 Kurz vor 18 Uhr wird aus Salzburg TV Servus TV. Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz versucht einen privat finanzierten öffentlich-rechtlichen Sender nach seinem Geschmack. Im Frühjahr 2010 bietet er um die Fußballbundesligarechte mit – und liegt lange gar nicht schlecht im Rennen.
25. August 2009 Heute meldet der Österreichischen Auflagenkontrolle erstmals Daten, die sie an diesem Tag (über das erste Halbjahr 2009) veröffentlicht. Österreich meldet mit dieser ÖAK keine Daten für Wien mehr.
17. August 2009 Styria Media Group und Moser Holding AG beantragen bei der Bundeswettbewerbsbehörde den Zusammenschluss ihrer Regionalmedien, also insbesondere Kleine Zeitung, Tiroler Tageszeitung, aber auch die gemeinsame Gratiszeitungsholding. Die Styria soll die Mehrheit halten, würde damit zum weitaus größten Printkonzern des Landes. Die Bundeswettbewerbsbehörde beantragt am 14. September 2009 ein Kartellverfahren wegen Bedenken über die Fusionsfolgen, etwa für die Medienvielfalt.
4. Mai 2009 Die Eigentümer der Schweizer Gratiszeitung .ch – darunter Eugen Russ (Vorarlberger Medienhaus), die Moser-Erben (Moser Holding/_Tiroler Tageszeitung_) und Michael Grabner (Medienberater) stoppen das Blatt mit diesem Datum. Am 19. September 2007 erschien es zum ersten Mal, das anfängliche Konzept der Hauszustellung des Gratisblatts ging nicht auf.
2. April 2009 Der Stiftungsrat des ORF fordert Wrabetz einstimmig über alle Parteigrenzen – aber naturgemäß ohne die fünf Betriebsräte – zu einem sofortigen und radikalen Sparpaket auf. 2010 muss er demnach ein ausgeglichenes Ergebnis (für den ORF als Konzern, nicht als Einzelunternehmen ohne Töchter) liefern. 2008 schrieb der ORF-Konzern 79,7 Millionen Euro Verlust, 2009 werden es noch 44,3 Millionen Euro Minus sein.
6. März 2009 Der Kurier startet nach dem Live-Deal mit der Krone seine neue Fernsehbeilage, die wie das damit gestorbene, gemeinsame Mediaprint-Supplement tv.woche heißt.
11. Februar 2009 Die Bundeswettbewerbsbehörde verzichtet auf eine Prüfung der Übernahme der Wiener Bezirkszeitung (bz) durch den gemeinsamen Gratiszeitungsring von Styria und Moser Holding.
17. Dezember 2008 Das Kartellobergericht genehmigt den Zusammenschluss der Gratiszeitungen von Moser Holding AG (Bezirksblätter, Oberösterreichische Rundschau) und Styria Media Group (Woche für Steiermark und Kärnten). Das Kartellgericht stimmte schon am 15. September 2008 zu, die Bundeswettbewerbsbehörde legte dagegen aber Rekurs ein. Styria und Moser halten je 50 Prozent an dem Gratis-Joint-Venture, dem sie bald auch die Wiener Bezirkszeitung (bz) einverleiben.
16. Dezember 2008 Die Moser Holding bestätigt, Raiffeisen Oberösterreich habe sich mit 14,63 Prozent an dem Innsbrucker Medienunternehmen beteiligt.
4. Dezember 2008 Die Gesellschafter der Mediaprint segnen ab, dass das von Eva Dichand als Beiboot von Heute gegründete, bisher kostenlose Farbwochenmagazin Live ab Weihnachten 2008 der Krone beiliegt, zunächst in Ostösterreich. Das bedeutet das Ende der gemeinsamen Fernsehbeilage mit dem Kurier, einer der ersten Synergieeffekte der 1988 gemeinsam gegründeten Mediaprint. Der Kurier übernimmt ihren letzten Titel für seine eigene TV-Beilage ab 6. März 2009 – tv.woche. Und Eva Dichand ist eine heftige Kostenbelastung los.
27. November 2008 ORF-General Alexander Wrabetz kündigt seinen Mitarbeitern im großen Studio 1 auf dem Küniglberg den Abbau von 1000 ORF-Jobs bis 2012 an – durch Pensionen, Golden Handshakes, Kündigungen und Auslagerungen. Dass Wrabetz davor den Zentralbetriebsrat versetzt, verbessert nicht unbedingt das Verhandlungsklima. Bis 30. Juni 2010 wird der ORF gegenüber dem Stand Ende 2007 468 Vollzeitjobs (“Vollzeitäquivalente”) abgebaut haben – auf nun 3245. Wrabetz wollte bis 2012 auf unter 2500 kommen.
14. November 2008 Österreich startet ein Fernsehmagazin als Freitag-Supplement, das zwar einen höheren Verkaufspreis für die Tageszeitung an diesem Tag rechtfertigt, inseratentechnisch aber eher mau läuft.
6. November 2008 Die Moser Holding gibt die Übernahme der Oberösterreichischen Rundschau bekannt. Sie teilt die Wochenzeitung mit 8. beziehungsweise 4. Jänner 2009 in eine Donnerstag- und eine Sonntagausgabe, beide gratis. Die Donnerstagausgabe gliedert sich in den Verbund der Bezirksblätter ein. Rund 110 Beschäftigte sollen ihren Job verlieren, ein Sozialplan wird verhandelt. Das Engagement in Oberösterreich belastet die Moser Holding stark.
28. Oktober 2008 Die EU schließt ihr Wettbewerbsverfahren gegen den ORF (formal gegen die Republik Österreich wegen verbotener Beihilfen) mit einem Kompromiss ab. Die Hauptprogramme des ORF in Radio und Fernsehen bleiben ungeschoren, Online wird eingeschränkt, Spartenkanäle brauchen klarere Definitionen. Der EU-Entscheid ist Basis für das neue ORF-Gesetz ab 1. Oktober 2010.