(APA)
(Heute)
(Wiener Zeitung)
(Die Presse)
(Kurier)
“Unerschöpfliche Fundgrube”
(Kleine Zeitung )
(news.at)
(Horizont)
(Roman Hummel im Standard)
(Armin Thurnher im Falter)
dieMedien.at ist Harald Fidlers Internetseite zu seinem gedruckten Lexikon Österreichs Medienwelt von A bis Z (Falter Verlag, November 2008, 632 Seiten). Zum Erscheinen des Lexikons finden Sie hier die komplette Übersicht an Stichwörtern aus dem Buch. Als eine Art Vorgeschmack auf die Enzyklopädie, aber vorerst (meist) ohne die Erläuterungen aus dem Band.
Unter den Stichwörtern stehen aber
Ergänzungen und Weiterentwicklungen nach Redaktionsschluss des Buches.
Korrekturen zu den Buchtexten, falls nötig, und Reaktionen.
Weiterführende Links, etwa zu Online-Datensammlungen.
Zu diesen Ergänzungen oder Korrekturen stelle ich, wenn für das Verständnis sinnvoll, auch Passagen aus dem Buch. Das vollständige Buch online zu stellen, ist aufgrund des Vertrags mit dem Verlag – vorerst – nicht möglich.
Viele Biografien von Medienmachern finden Sie (aus Platzgründen) hier detaillierter als im Buch. Noch arbeite ich an der Eingabe der Daten, bitte um etwas Geduld.
Über die Navigation oben auf der Seite können Sie Rubriken auch gesondert ansteuern.
Aus organisatorischen Gründen habe ich auf dieser Seite vorerst keine Postings vorgesehen. Anregungen, Hinweise und Korrekturen bitte an fid@diemedien.at, ich greife sie gerne hier auf.
Harald Fidler
Das Buch gibt’s beim Falter Verlag, bestellen oder auch verschenken können Sie es mit einem Klick hier
In der Aufzählung “Wer entsendet” fehlt irrtümlich die Akademie der Wissenschaften, die ein Mitglied des Publikumsrats entsenden darf. Hier die korrekte Liste (Stand: November 2009, vor einer anstehenden Änderung des ORF-Gesetzes):
Wer entsendet
Der Publikumsrat hat wie der Stiftungsrat 35 Mitglieder. Publikumsräte (je eine/einen) entsenden:
Am 1. April 1998 hatten 53 Privatsender eine Lizenz zum Senden, nicht wie auf Seite 494 beschrieben 42.
Gerd Bacher erklärt mir ziemlich aufgebracht, dass er nichts wisse von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts von Geldzuwendungen an Betriebsräte bei seiner Generalswahl 1990, die dem Münchner Medienunternehmer Leo Kirch zugeschrieben wurden. Von denen berichtete Otto Oberhammer der APA, die ich in dem Eintrag zitiere. Oberhammer war von 1974 bis 1978 ORF-Generalintendant, danach wieder Chef der Präsidialsektion im Justizministerium.
Thaddäus Podgorski sagt mir auf Anfrage, er habe damals Bacher über die anonyme Anzeige zu diesen Vorwürfen informiert. Bacher habe ihn damals zunächst missverstanden und ihm versichert, dass der ORF Podgorski jedenfalls einen Anwalt stellen werde. Podgorski will Bacher darauf erklärt haben, dass dieser einen Anwalt brauchen werde und nicht er, Podgorski.
Oberhammer erinnert sich an entsprechende Informationen, verweist aber im Detail auf Podgorski.
Versuche, mehr herauszufinden.
Oliver Lehmann ist karenzierter Chefredakteur des Monatsmagazins, Erwin Goldfuss nicht nur Geschäftsführer der LW, sondern auch Herausgeber des Heftes. Jürgen Hatzenbichler vertritt Lehmann als Chefredakteur.
ORF-Onlinedirektor Thomas Prantner weist die – von zwei Quellen im ORF stammenden – Daten über Onlineabrufe der “ZiB” zurück. Die genannten rund 6000 Zugriffe seien unrichtig: “Im Schnitt hat die ZIB im Internet pro Monat rund 90.000 bis 100.000 Abrufe (Livestream und On demand).” Pranter legt ein Excel-File mit dem Titel “Entwicklung Streaming ZiB 1 April – Oktober 2008” bei, das für April 91.793 Abrufe ausweist (davon 9633 Livestream und 82.160 On demand), für Mai 90.155, für Juni 78.940, für Juli 84.190, für August 90.214, für September 108.652 und für Oktober 2008 159.963. Im Schnitt dieses Zeitraums 100.558.
Michael Tillian hab’ ich im Buch ein Jahr jünger gemacht, sorry dafür: 25. November 1973 und nicht 24. November 1974 geboren. Auf dieser Seite schon korrigiert.
Auf Seite 237 fehlt im letzten Satz des folgenden Absatzes ein “starb”:
So gerne Dichand wie die WAZ ihre Geschäfte im Stillen betreiben, so lautstark verlief ihr Clinch in diesem Jänner 2003, bis hin zum Interviewduell in der “ZiB 2”. WAZ-Chef Schumann erinnerte seinen Kontrahenten vor laufender Kamera an seine “Endlichkeit”. Schumann STARB am 21. Jänner 2007.
UPDATE 26. Oktober 2011: Der ORF startet seinen gebührenfinanzierten Info- und Kulturspartenkanal ORF 3, entstanden aus dem kommerziell zu führenden Tochterkanal TW1. Dessen Frequenzpartner ORF Sport Plus wird paralell zum 24-Stunden-Programm.
UPDATE
15. September 2011 34 von 35 Stiftungsräten wählen die vier zentralen Direktoren des ORF von 2012 bis Ende 2016: Kathrin Zechner (Fernsehen), Karl Amon (Radio), Richard Grasl (Finanzen, nun plus TV-Produktionswirtschaft), Michael Götzhaber (Technik, bisher Stiftungs- und Betriebsrat). 31 von 35 Stiftungsräten wählen die neun meist farblich passenden Landesdirektoren: Brigitte Wolf (Wien), Norbert Gollinger (Niederösterreich), Kurt Rammerstorfer (Oberösterreich, bisher Tirol), Roland Brunhofer (Salzburg, bisher Betriebsratschef Oberösterreich), Helmut Krieghofer (Tirol, zuletzt Uniqa-Landesmanager und ORF-Stiftungsrat, war Tiroler VP-Landesgeschäftsführer), Markus Klement (Vorarlberg, dort bisher Radiomoderator), Karin Bernhard (Kärnten, bisher “Kärnten heute”, Society), Gerhard Draxler (Steiermark), Karlheinz Papst (Burgenland).
UPDATE
3. März 2011 Der ORF präsentiert seinen Stiftungsräten nach -79,7 (2008) und -44,5 (2009) wieder ein positives Konzern-Ergebnis (EGT) von +24,9 Millionen Euro. Konzernumsatz 2010: 973 Millionen Euro (2009: 902,4 Mio. Euro). Aus Gebührern: 580,2 Mio. Euro (2009: 526,4) inklusive 50 Millionen Gebührenabgeltung des Bundes. Aus Werbung: 216,2 Mio. Euro (2009: 222,6 Mio. Euro).
UPDATE
16. Dezember 2010, Schauplatz Gericht, 1:0 für den ORF gegen die FPÖ
Der Oberste Gerichtshof definiert das Redaktionsgeheimnis nach Paragraf 31 Mediengesetz umfassend zugunsten der Medien: “§ 31 MedienG erfasst unter anderem ausnahmslos alles, was Medieninhabern, Herausgebern, Medienmitarbeitern und Arbeitnehmern eines Medienunternehmens oder Mediendienstes im Hinblick auf ihre Tätigkeit mitgeteilt wurde.” Anlass: Redakteur Ed Moschitz hat für eine “Am Schauplatz”-Doku über zwei junge Rechtsradikale die beiden Protagonisten zu einem Wahlkampfauftritt von FP-Chef Heinz Christian Strache am 12. März 2010 mitgenommen. Strache will Aufforderungen gehört haben, “etwas Neonazistisches” zu sagen, später wird daraus “Heil Hitler” und schließlich “Sieg Heil”. Strache zeigt den Redakteur und die Skins wegen Verdachts auf Wiederbetätigung an. Der ORF gibt am 13. März das Band von der FP-Veranstaltung heraus, darauf ist nichts zu finden. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt verlangt im Zuge ihrer Erhebungen das übrige Drehmaterial für die Doku, der ORF verweigert es, gewinnt in erster Instanz, verliert in zweiter und schafft eine Nichtigkeitsbeschwerde der Generalprokuratur beim OGH. Der entscheidet: Das gesamte Drehmaterial ist vom Redaktionsgeheimnis geschützt. “Urteil”: https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20101216_OGH0002_0130OS00130_10G0000_000&ResultFunctionToken=1f92576f-f969-4937-ade6-4d7720ddf230&Gericht=OGH&Rechtssatznummer=&Rechtssatz=&Fundstelle=&AenderungenSeit=Undefined&SucheNachRechtssatz=False&SucheNachText=True&GZ=&VonDatum=&BisDatum=14.02.2011&Norm=&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=50&Suchworte=orf
UPDATE: Am 17. Juni 2010 beschloss der Nationalrat ein neues ORF-Gesetz, mehr dazu vorerst hier
UPDATE: ORF-Finanzkrise 2008 / Februar 2009
Im Februar 2009 gibt der ORF bekannt: Doch nicht 100 Millionen Euro Verlust 2008, sondern einen Hauch unter 80 Millionen. Die Finanzerträge fielen nicht von budgetierten 40,3 auf befürchtete 1,4 Millionen, sondern auf immerhin 15,8 Millionen.
9,6 Millionen weniger Sachaufwand als budgetiert (nun 600) meldet der ORF zudem; beim operativen Personalaufwand 5,6 Millionen weniger, nun 373 Millionen Euro.
Vorläufige Daten im Februar 2009: Der ORF (ohne Töchter) setzte 886 Millionen um (2007: 918). Aus Gebühren 504 Millionen, 31,3 mehr als 2007. Werbung brachte 263, im TV brach sie 37,1 Millionen auf 183 ein.
ORF-Finanzkrise 2008 / Herbst 2008
Noch Ende September 2008 sah der ORF sein Minus 2008 von geplanten 32 auf 60,5 Millionen Euro wachsen und begründete das mit seiner Finanzkrise. Mitte November sollten es schon 100 Millionen werden, die Begründung blieb dieselbe. Der ORF will schließlich 57 Millionen Euro, mit denen die Republik ihm Gebührenbefreiungen abgelten soll.
SPÖ und ÖVP wollen offenkundig auch etwas vom ORF, glaubt man jenen Testballons, die aus den Regierungsverhandlungen aufsteigen: ein neues ORF-Management. Wahlweise neue Direktoren (eine Verkleinerung ihrer Zahl könnte, als Sparmaßnahme deklariert, den Anlass dafür bieten) oder gleich eines neuen ORF-Generals (dafür braucht es eine Zweidrittelmehrheit im Stiftungsrat oder, siehe 2001, ein neues ORF-Gesetz). Ebenfalls eine Lehre aus 2001: Wer vorzeitig abgesägt wird, muss trotzdem für die vollen fünf Jahre bezahlt werden.
Die kühlen Wortmeldungen von Werner Faymann über den ORF und sein Management Ende November, unmittelbar vor seiner Angelobung, scheinen die Ablöse-Ambitionen zu bestätigen. Ebenso der Umstand, dass aus erhofften 57, später 58 Millionen Gebührenabgeltung im Koalitionsabkommen zunächst eine jährliche Förderung nach öffentlich-rechtlichem Programmbedarf und schließlich gar nichts außer einer Aufforderung zum Sparen wurde. Regierungslinie: Erst Hausaufgaben, dann vielleicht extra Geld – aber womöglich erst für die nächste Führung.
Am 28. November 2008 verkündet ORF-Chef Alexander Wrabetz also ein doch ziemlich gewaltig klingendes Sparpaket – in der Kulisse von “Starmania” und als Inszenierung ziemlich verbockt: Am Vormittag versetzte Wrabetz wegen einer Sondersitzung des Managements die Betriebsräte ohne Info oder Entschuldigung, die zu Gehaltsverhandlungen eingeladen waren. Also zogen die Betriebsräte (und viele Mitarbeiter mit ihnen) vor Wrabetz’ Präsentation aus. Ohne Sparpaket sieht sich der ORF 2012 insolvent.
Rund 1000 Mitarbeiter weniger sieht Wrabetz’ Sparpaket bis 2012 vor – im ORF, denn ein Teil davon wird in Töchter ausgelagert:
Der Sparplan klingt ein bisschen nach Exitstrategie für Wrabetz: Bekommt er die Forderungen nicht durch, kann er Gesicht wahrend den Abgang machen. Motto: Man lässt mich den ORF nicht zukunftsfähig machen, auf dieser Basis kann ich nicht weiterarbeiten. Nur so eine Theorie.
UPDATE: Prüfbericht Rechnungshof
Der Rechnungshof veröffentlicht am 19. Jänner 2009 seinen Endbericht zum ORF, den er gegenüber dem im Buch ausführlich zitierten Rohbericht in einigen Punkten sogar noch verschärft hat. Die Prüfer sprechen von “enormem Reform- und Sparpotenzial”.
UPDATE
Wer ORF nicht empfangen kann, muss auch kein Programmentgelt zahlen
KORREKTUR (zum Buch)
Auf Seite 419 steht als Autor des Standardwerks “Österreichische Rundfunkgesetze” (Verlag Medien & Recht) in der neuen Ausgabe aus 2008 irrtümlich neben Michael Kogler und Matthias Traimer Thomas Kramler als Autor. Kramler war Mitautor der ersten Ausgabe aus 2002, in der neuen Ausgabe war Michael Truppe der dritte Autor.
UPDATE:
Neues STANDARD-Ranking der größten österreichischen Medienhäuser für das Jahr 2010 mit einem Klick hier
KORREKTUR: In der Grafik muss es natürlich Niederösterreichisches Pressehaus heißen und nicht Niederösterreichisches Medienhaus. Dank an die Grafik; ich hab’s in den gefühlten zwölf Korrekturdurchgängen übersehen, sorry.
UPDATE Mit 1. März 2010 wird Oliver Voigt Geschäftsführer der Mediengruppe Österreich, er übernimmt formal die Agenden von Wolfgang Fellner, also laut Aussendung verlegerische Verantwortung, für die Mediengruppe und die Zeitung Österreich, Budgetverantwortung, Marketing, Planung und Strategie, neue Medien. Fellner bleibt nach eigenen Angaben Herausgeber und Verleger.
UPDATE Die Staatsanwaltschaft Wien führt am 27. Jänner 2011 Hausdurchsuchungen an Firmenadressen und der Privatadresse Wolfgang Fellners durch, nach ihren Aussagen wegen Verdachts auf Beihilfe zur Untreue im Zuge eines Immobiliengeschäfts einer Fellner-Firma mit der Constantia/Immofinanz-Gruppe, Helmuth und Wolfgang Fellner weisen die Vorwürfe zurück. Es gilt die Unschuldsvermutung.
UPDATE “Familie Fellner sortiert Ende 2010 wieder um* in ihrem weit verzweigten Firmenreich um Österreich und Antenne-Radios. Die Antenne Österreich verschmelzen sie erst mit der ersten Projektgesellschaft für Österreich und übertragen sie zu 100 Prozent an eine neue Firma, die einer Stiftung von Wirtschaftstreuhänder Hans Bodendorfer (93,3 Prozent) und Wolfgang Fellners Sohn Niki sowie einer Firma Niki Fellners (6,7 Prozent) gehört. Die Mediengruppe Österreich Privatstiftung, zwischendurch Haupteigentümer des (aus vielen GesmbHs bestehenden) Zeitungsverlags, löst sich auf. Die Wolfgang Fellner Privatstiftung, anfangs Haupteigentümerin des Zeitungsverlags (und weiterhin Eignerin der Media Finanzierungs GmbH für das Projekt) übernimmt wieder die Mehrheit (über diverse Zwischenfirmen) an der Firmengruppe um Österreich, beteiligt ist auch eine Firma von Fellner-Stiftungsvorstand und Anwalt Christoph Leon. Bei den Radios erklären die Fellners gegenüber der Medienbehörde, es gebe in der neuen Konstruktion keine Treuhandverhältnisse, Leon erklärte dem Autor, er halte die Anteile selbst und nicht treuhändig.
UPDATE
Schleusen auf für Zeitungsgewinnspiele und Beigaben: Dem EU-Gerichtshof ist das österreichische Wettbewerbsrecht für Zeitungen, das Kaufzwang für die Beteiligung etwa an Gewinnspielen untersagt, in einer Vorabentscheidung für ein Verfahren Mediaprint gegen “Österreich” als zu streng an. Die Entscheidung C-540/08 erging am 9. November 2010. Urteil hier
UPDATE Web-Analyse ÖWA schließt oe24.at 2010 vorübergehend aus
Am 4. März 2010 schließt die Österreichische Web-Analyse (ÖWA) Fellners Onlineportal oe24.at aus. Begründung: Aussagen von oe24-Geschäftsführer Martin Gaiger im Fachblatt update, Ausgabe November 2009, liefen in ihrer Tendenz auf “massive Herabwürdigung des Vereins und seiner Tools hinaus” (ÖWA-Geschäftsführer Hannes Dünser).
Gaiger hatte etwa erklärt: Er habe “viel Kritik hinsichtlich der Komplexität des Datenbestandes und der Bedienbarkeit gehört”. Die Werbewelt teile sich in zwei Lager. Das größere “versteht etwas vom Geschäft und muss nicht nur auf ÖWA-Zahlen vertrauen, sondern setzt vor allem auf konkrete Leistung und Service.”
2009 erhielt oe24.at von Juni bis September schon keine Zugriffsdaten und fehlte in der darauf basierenden Reichweitenstudie ÖWA plus. Anlass damals: Österreich und oe24 hätten gegen die ÖWA-Richtlinien verstoßen, indem sie trotz Hinweisen “zum wiederholten Male Unique Clients mit Unique Usern, Besuchern, Lesern oder Österreichern gleichgesetzt” hätten.
Die beiden Studien sind die wichtigsten Web-Messinstrumente in Österreich. Österreich- und oe24-Gründer Wolfgang Fellner hat 2009 das in einem autorisierten Interview über Google-Messinstrumente und die Web-Analyse bestätigt: “Letztendlich kann man nur nach der ÖWA gehen.”
Anfang Juli 2010 stimmt die ÖWA einem Antrag auf Neuaufnahme Österreichs zu, weist wieder Daten für das Fellner-Portal aus, beginnend mit jenen für Juni 2010.
UPDATE Life & Style nur noch auf Zeitungspapier / Februar 2010
Ausgeglänzt: Vor dem Zeitungsstart waren die täglichen Glanzbeilagen als eine, wenn nicht die “Sensation” von Österreich angekündigt. Nach einem halben Jahr, im Frühjahr 2007, verschmolz Wolfgang Fellner “Life & Style” und “TV & People” zu nur noch einer Beilage “Life & Style”. Am 10. Februar 2009 erschien sie, schon lange stark abgemagert, zum vorerst letzten Mal auf Glanzpapier, für das er 2006 die nach eigenem Bekunden “revolutionäre” Drucktechnik gebraucht hatte.
Wolfgang Fellner erklärte das am 5. Februar auf Anfrage des Autors sportlich: “Während der zwei Wochen (!) der Olympischen Spiele (13. – 27 Februar) wird Life & Style in das Hauptprodukt, das dann statt bisher 32 Seiten 64 Seiten Umfang haben wird, aus produktionstechnischen Gründen integriert. ‘Österreich’ hat in dieser Zeit ein umfangreiches Olympia-Extra und aus Aktualitätsbedingung (Olympia findet spätnachts statt) können nicht zwei Beilage produziert werden. Umfang, Gestaltung und alle Elemente von Life & Style bleiben unverändert.” Bis auf den Umstand, dass es nun keine Beilage mehr ist, und auf Zeitungs- statt Glanzpapier erscheint.
Ob die Beilage nach den Spielen zurückkehrt, beantwortete Fellner am 5. Februar nicht. “Life & Style” erschien auch im März 2010 durchgängig auf Zeitungspapier.
UPDATE Das Buch zum Fellnerismus
2009 erschien im Buchverlag Styria Harald Fidlers Biografie über Wolfgang Fellner, über seine Familie, seine Projekte, seine Mitstreiter: Österreichs manischer Medienmacher: Wolfgang Fellners Welt – die Webseite zum Buch mit Updates, Rezensionen, Link zum Verlag: www.wolfgangfellner.at
UPDATE Neuer Gesellschafter, Börsepläne / Jänner/Februar 2009
Seit Ende Jänner 2009 scheint ein neuer Gesellschafter im weit verzweigten Firmenreich um “Österreich” auf: Kurt Miersch, Anwalt, Treuhänder und Verwaltungsrat der Schweizer Casino-Schwestergesellschaft der österreichischen Novomatic, hat 11,79 Prozent an der Media Invest “Österreich” GmbH, die Anfang 2009 wiederum 32,97 Prozent an der Mediengruppe Österreich GmbH hält, der Holding über den (meisten) Betriebsgesellschaften der Zeitung von Redaktion und Anzeigen über Logistik bis Vertrieb. Miersch dürfte auch hier als Treuhänder auftreten. Wolfgang Fellner erklärt später, Miersch sei Treuhänder seiner Familie.
Die Brüder Fellner planten eigentlich laut Verkaufsunterlagen aus dem Jahr 2008, die dem Autor nun vorliegen, bis zu 49,5 Prozent an der Media Invest “Österreich” GmbH an private Investoren zu verkaufen. Über den Nominalwert der Aktien bei einer Kapitalerhöhung sollten sie zugleich 21 Millionen Euro “nicht rückzahlbar” in die Rücklagen der Gesellschaft überweisen. Weitere 9 Millionen sollten laut Plan parallel von Banken kommen. Ob nun im entsprechend geringeren Ausmaß (knapp 12 statt fast 50 Prozent) Geld von Investoren floss, wollte Wolfgang Fellner dem Autor nicht verraten. Laut Verkaufsunterlagen versprachen Stiftungen der Familie, ebenfalls 21 plus 9 Millionen einzuzahlen.
Den Verkaufsunterlagen sowie Protokollen der Gesellschafterversammlung sowie einem Syndikatsvertrag der Media Invest, der Mediengruppe und deren (ebenfalls den Fellners gehörenden) Hauptgesellschafterin “Österreich” Zeitungsverlag GmbH geht hervor: Die geplanten 49,5 Prozent von Investoren sollten binnen vier bis sieben Jahren an die Börse gebracht werden (und die Investoren so abgelöst). Alternative: ein “Trade Sale” dieser Anteile, etwa an strategische Investoren wie Medienkonzerne. Von denen begeisterten sich bis dahin keine für das Projekt.
Eine ebenfalls neu ins Spiel gekommene (und vom Autor ebenfalls Anfang 2009 im Firmenbuch wahrgenommene) ELCG GmbH hat inzwischen 5,8 Prozent an der Mediengruppe Österreich GmbH übernommen. Als Eigentümer nennt das Firmenbuch Christoph Leon, Anwalt und Stiftungsvorstand der Fellner-Family. Wolfgang Fellner erklärte dem Autor später, Leon trete als Treuhänder der Fellners auf, wie auch Miersch.
2010 übernimmt Leons ELCG GmbH Mierschs Anteile. Leon erklärt, er besitze die ELCG GmbH und die Anteile an der Mediengruppe Österreich auf eigene Rechnung.
Umsätze
Für das Geschäftsjahr 2008/9 stehen in den Beteiligungsunterlagen “rund 72 Millionen Euro” Umsatz der Mediengruppe.
UPDATE Life & Style / Jänner 2009
Ab Jänner 2009 erscheint die Beilage “Life & Style” über Promis, Mode und dergleichen oft nur noch auf normalem Zeitungspapier. Wir erinnern uns: Die tägliche Farbbeilage sollte das Asset von Österreich bei Publikum und vor allem Werbern werden, anfangs erschienen zwei Farbbeilagen täglich, dann eine, deren Umfang sich von 32 Seiten rasch mehr als halbierte.
UPDATE Fernsehmagazin / November 2008, ergänzt März 2010
Im Oktober erklärte Wolfgang Fellner noch beruhigend, seine TV-Zeitschrift (nach dem Muster des Frauentitels Madonna) werde 2009 erscheinen. Man soll dem Mann halt doch nicht alles glauben. “Österreichs Medienwelt von A – Z” war gerade in die Druckerei geschickt, da ging die Sache doch etwas hurtiger: Das Magazin zur Zeitung (Erscheinungstag: Freitag) kommt doch schon am 14. November 2008 heraus und heißt TV Austria. Den Titel TV Österreich, wie seine bescheidenere Fernsehbeilage hieß, sicherte sich nach deren Angaben die Verlagsgruppe News (was das Fellner-Management dementiert). Deren tv-media greift Fellner damit an. TV Guide, wie die Nullnummer hieß, war, wie sich bald darauf herausstellte, schon im Besitz des deutschen Springer-Konzerns, der TV Digital herausgibt.
Im März 2010 reduziert Fellner das lange weitgehend inseratenfreie TV-Magazin (mit dem er einen höheren Zeitungsverkaufspreis am Freitag und eine Abopreiserhöhung begründete) von 100 auf 64 Seiten.
UPDATE Die Kosten der Marketingschlacht Format gegen profil
Wieviel Geld kostete die “Mutter allen Schlachtens” von Format gegen profil 1998 bis zur Formil-Fusion 2000/1 profil-Herausgeber Christian Rainer erwähnt im spannenden Zwiegespräch mit Christian Ortner (Gründungsherausgeber von Format) im Branchenmagazin Bestseller (10/2008) “sieben Millionen jährlich, die über mehrere Jahre jeweils in die beiden Objekte gesteckt wurden”. Die seien: “Im Vergleich zu den im Hintergrund stehenden Eigentümern natürlich Peanuts.”
KORREKTUR
Herbert Hufnagl heißt der geniale, viel zu früh gestorbene _Kurier-Kolumnist, nicht Hufnagel, der auf Seite 110 zentrale Aspekte des Fellnerismus beschreibt.
UPDATE
Die Medienbehörde hat im November erste Lizenzen für lokales und regionales Digitalfernsehen vergeben. Als Favorit für Wien/Niederösterreich/Burgenland vom Kahlenberg gilt wie Berichtet N1 Television/Kanal 1 eines Kabelprogrammmachers aus dem Wiener Umland). Bisher veröffentlichte Lizenzentscheide:
Tiroler Oberland
Stadtgemeinde Imst (Geplante Programme: Kabel TV Imst, Landeck TV)
Industrieviertel (NÖ)/Wiener Neustadt
Aichfeld TV (Walter Winter, plant Programmangebot mit N1 Television, dem Favoriten für Lokalfernsehen vom Wiener Kahlenberg, zudem Aktivitäten seines Hobbys “PFL”, siehe Pongau und Oberes Ennstal unten)
Kärntner Zentralraum (Klagenfurt, Villach, Spittal/Drau, Bad Kleinkirchheim)
Bad Kleinkirchheimer SAT-Kabelfernsehen GmbH (BKK-TV, KT 1, RKM-TV,„Sport- und Tourismus Spartenprogramm“, Radio Power Play)
Kärnten (Spittal/Drau, Klagenfurt, Wolfsberg)
Bezirks TV St. Veit Produktions- und Vertriebsges.m.b.H (BTV; PFL, dazu mehr unter Pongau; Kärnten TV des Landes)
Steiermark West (Schladming)
Planai Hochwurzen Bahnen GmbH (Planai TV, Dachstein TV, Hochwurzen TV und „lokalregionales TV Netzwerk Europa“)
Pongau und Oberes Ennstal (Schladming, Schwarzach, Altenmarkt)
Aichfeld TV (Programmplan: Aichfeld TV (ATV) Regional, Bergbahnen Panorama TV, „PFL – Positive Fernseh-Lebensenergie“ des Vereins „Local Regional TV Network Europe“, ein Hobby von Eigentümer Walter Winter, scheint auch in anderen Bewerbungen als „Verbundprogramm Privat-TV Österreich“ auf)
Mostviertel/NÖ (Waidhofen, Gresten)
Wirth GmbH (betreibt seit 2004 den Mostviertel Kanal, inzwischen M4 Mostviertel im Kabel, die künftig auch terrestrisch laufen soll).
Mur/Mürztal/Steiermark (Bruck/Mur, Knittelfeld)
Stadtwerke Judenburg AG (Kanal 3 Aichfeld, Radio-TV Grün-Weiß aus Kanal 3 mit anderen Lokalinfos, Mema TV, ein regionales Wochenmagazin von Bruno Rabl, derzeit für Graz, Kapfenberg, Leoben)
Mur/Mürztal/Steiermark (Bruck/Mur, Knittelfeld, Leoben, Traboch)
Aichfeld TV (ATV Aichfeld; „PFL“, dazu mehr unter Pongau und Oberes Ennstal; Info-Standbild von Aichfeld TV mit Tourismusinfos, Wetter, Verkahr; TV1 Bezirksfernsehen, Mema TV, dazu mehr oben unter Mur/Mürztal)
Oberösterreich Süd/Bad Ischl
Christian Parzer (TV Bad Ischl)
Zentralraum Niederösterreich (St. Pölten, Furth)
P3 Kabel-News GmbH (P3 TV)
KORREKTUR
Auf Seite 91 steht in der Grafik mehrfach digital statt analog. Richtig muss es natürlich heißen:
Korrekt sind die Hinweise in der Grafik auf die Abschaltung im März 2007 in Bregenz und Mai 2007 in Innsbruck.
KORREKTUR zum Buch: In diesem Bucheintrag steht 1998 als Gründungsjahr des Standard – das muss natürlich 1988 heißen.
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