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Jan Mojto (Beta Film, Gamma Film)

Jan Mojto ist Filmproduzent von Weltrang mit österreichischer Staatsbürgerschaft, Gründer und Kopf der großen deutschen Produktionsgruppe Beta und ihrer Tochter Gamma in Österreich.
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Autor:in
Harald Fidler
Zuletzt aktualisiert
January 12, 2026

Warum ist das wichtig?

  • Die Beta Film GmbH ist eine der größten Produktionsgruppen Deutschlands für TV, Streaming und Film, spezialisiert etwa auf internationale Großproduktionen wie Hunyadi mit rund 55 Millionen Euro Produktionsvolumen. Umsatz 2024: 365 Millionen Euro, Nummer zwei in Deutschland, mit einer Vielzahl an Beteiligungen.
  • Jan Mojto hat die Produktionsgruppe um die Beta aufgebaut, er ist Mastermind der Gruppe mit Sinn für grenzüberschreitend Großes, etwa die Megaproduktion Hunyadi mit einem Volumen von 55 Millionen Euro.
  • In Österreich gehört der Beta die größte Produktionsholding des Landes namens Gamma Film.
  • Sie hält Mehrheitsbeteiligungen an der MR Film samt Talk TV, Gebhardt Productions, TV Friends sowie Beteiligungen an der Regionalfernsehgruppe R9, dem Spezialmedium Hektar und den Produktionsstudios Marx Media.

Kontext: Beta und Gamma

<span class="dmmark">diemedien.</span> über Beta und Gamma Film

<span class="dmmark">diemedien.</span> über Österreichs größte Produzent:innen in TV, Streaming, Film

Wer ist Jan Mojto?

Geboren am 13. Mai 1948 in Nitra (heute Slowakei, damals Tschechoslowakei). Mojto kam 1969 kurz nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in die CSSR, in den Westen. Er studierte in Bratislava und dann in München Literaturwissenschaften, Geschichte und Turkologie, später MBA am Institut Europeen d'Administration des Affaires in Fontainebleau (Frankreich).

Jan Mojto ist österreichischer Staatsbürger und hat seinen Wohnsitz in Österreich. Er spricht acht Sprachen.

Kirch-Gruppe

1977 begann Mojto nach seiner Ausbildung bei der deutschen Kirch-Gruppe, einem legendären Medienkonzern mit Sitz in München. Gründer und Patriarch Leo Kirch hatte sich insbesondere auf Programm- und Rechtehandel spezialisiert. Kirchs Gruppe war einer der größten Medienkonzerne Deutschlands, zeitweilig einer der größten Aktionäre des am Springer-Verlagskonzern (Bild, Welt) und beteiligt an den Privatsendern Sat.1, ProSieben, Kabel 1, DSF und am ersten deutschen Pay-TV Premiere. Die wesentlich fremdfinanzierte Gruppe implodierte 2002 nach Aussagen des damaligen Deutsche-Bank-Chefs über ihre wirtschaftliche Lage.

Leo Kirch war über Jahrzehnte auch der wichtigste Programmlieferant des österreichischen ORF, der langjährige ORF-Generalintendant Gerd Bacher war mit Kirch befreundet, überliefert sind etwa Aufenthalte auf dessen Jacht.

Jan Mojto war über Jahre im Spitzenmanagement der Gruppe, verantwortlich für den Programmsektor, stieg aber kurz vor dem Crash aus.

Beta Film

Mojto übernahm nach der Insolvenz und Zerschlagung der Kirch-Gruppe 2002 mit seiner Eos Film die Beta Film und andere Konzernteile wie die Klassikrechtefirma Unitel und formte daraus seine heutige Gruppe, 2024 nach Umsatz die zweitgrößte in Deutschland und die größte in Österreich.

"Ein Mann, der sich wie kein Zweiter in der Welt von Kino und Fernsehen auskennt", schrieb Medienredakteur Christian Meier 2017 in einem Porträt für die Welt. Er zitiert den Filmproduzent Oliver Berben, der Mojto "Grandseigneur des deutschen Films" nannte.

Sein Schaffen als Produzent füllt schier endlose Listen von Programmen und Produktionen, die bisher größte dürfte Hunyadi über den ungarischen Herrscher und Heerführer mit 55 bis 56 Millionen Euro gewesen sein. (Noch bei der Kirch-Gruppe produzierten Leo Kirch und er noch eine Bibelverfilmung in 21 Teilen für die ARD, die etwa das Dreifache gekostet haben soll; die Rechte liegen weiter bei der Beta.)

Ein winziger Auszug aus den Produktionen aus der Film-Datenbank IMDBBabylon Berlin, Gomorrah, Hunyadi, Werk ohne Autor, Maximilian, Der Medicus, Borgia, John Rabe, Und Jimmy ging zum Regenbogen, Napoleon.

Mehr Produktionen und über die Beta-Gruppe auf <span class="dmmark">diemedien.</span> unter Beta Film und Gamma Film.

An der Beta-Film hält Mojto nur einen Mini-Anteil, die größten Shares liegen bei seinen Töchtern Catharina Mojto und Maria Carolina Wilhelm.

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Der Kurier ehrte 2019 Mojto mit seinem Entertainmentpreis Romy als "einen ganz Großen der Branche". Der Österreicher "prägt seit Jahrzehnten das Film- und Fernsehgeschäft im deutschsprachigen Raum, Europa und darüber hinaus. Ihm gehört seit der Übernahme der Beta Film in München nicht nur eine der weltgrößten Vertriebsfirmen. Mojto ermöglichte in den vergangenen Jahren vor allem auch zahlreiche hochklassige Film- und Serienproduktionen. Dazu zählen etwa das für den Oscar nominierte Werk ohne Autor von Florian Henckel von Donnersmarck, High-End-Serien wie Babylon Berlin, publikumsstarke TV-Event-Produktionen wie Das Sacher oder Maximilian bis hin zum Jugend-Serien-Hit Club der roten Bänder."

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Die Beta-Klassikfirma Unitel betrieb mit dem ORF ab 2016 das internationale Klassikportal "Fidelio" in Österreich, der österreichische Teil wurde 2023 liquidiert.

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Jan Mojto hielt 2025 in Wien die Laudatio auf ORF-General Roland Weißmann, der vom Branchenmagazin Österreichische Journalist:in als Medienmanager des Jahres ausgezeichnet wurde. Der ORF ist ein langjähriger Kunde der Gruppe. Weißmann war zehn Jahre als Chefproducer für das Programmbudget des ORF-Fernsehens verantwortlich, bevor er 2022 ORF-Generaldirektor wurde.

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Gerd Bacher, vielfacher ORF-Generalintendant, nannte Mojto um 2000 wiederholt als Wunschbesetzung für die ORF-Führung. Der internationale Medienmanager mit österreichischer Staatsbürgerschaft galt auch aus der Sicht der ÖVP-Führung als Möglichkeit, die damals mit Wolfgang Schüssel in der ersten Koalition mit der FPÖ den Kanzler stellte. Mojto bestätigte 2002 sein Interesse an dem Job bei der Generalsbestellung 2001: "Wenn ich damals gekonnt hätte, hätte ich mich um diese Position bemüht." Mojto baute da gerade seine Eos Film auf, mit der er 2004 die Beta übernahm.

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Der Kurier ehrte 2019 Mojto mit seinem Entertainmentpreis Romy als "einen ganz Großen der Branche". Der Österreicher "prägt seit Jahrzehnten das Film- und Fernsehgeschäft im deutschsprachigen Raum, Europa und darüber hinaus. Ihm gehört seit der Übernahme der Beta Film in München nicht nur eine der weltgrößten Vertriebsfirmen. Mojto ermöglichte in den vergangenen Jahren vor allem auch zahlreiche hochklassige Film- und Serienproduktionen. Dazu zählen etwa das für den Oscar nominierte Werk ohne Autor von Florian Henckel von Donnersmarck, High-End-Serien wie Babylon Berlin, publikumsstarke TV-Event-Produktionen wie Das Sacher oder Maximilian bis hin zum Jugend-Serien-Hit Club der roten Bänder."

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Die Beta-Klassikfirma Unitel betrieb mit dem ORF ab 2016 das internationale Klassikportal "Fidelio" in Österreich, der österreichische Teil wurde 2023 liquidiert.

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Jan Mojto hielt 2025 in Wien die Laudatio auf ORF-General Roland Weißmann, der vom Branchenmagazin Österreichische Journalist:in als Medienmanager des Jahres ausgezeichnet wurde. Der ORF ist ein langjähriger Kunde der Gruppe. Weißmann war zehn Jahre als Chefproducer für das Programmbudget des ORF-Fernsehens verantwortlich, bevor er 2022 ORF-Generaldirektor wurde.

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Gerd Bacher, vielfacher ORF-Generalintendant, nannte Mojto um 2000 wiederholt als Wunschbesetzung für die ORF-Führung. Der internationale Medienmanager mit österreichischer Staatsbürgerschaft galt auch aus der Sicht der ÖVP-Führung als Möglichkeit, die damals mit Wolfgang Schüssel in der ersten Koalition mit der FPÖ den Kanzler stellte. Mojto bestätigte 2002 sein Interesse an dem Job bei der Generalsbestellung 2001: "Wenn ich damals gekonnt hätte, hätte ich mich um diese Position bemüht." Mojto baute da gerade seine Eos Film auf, mit der er 2004 die Beta übernahm.

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