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Werbung – finanziert Medien und Journalismus (immer weniger)

Werbung war wichtigste und ist noch zentrale Geldquelle für Medien und Journalismus. Daten und Charts: Werbung in Österreich, weltgrößte Werbeumsätze, größte Werbebucher in Österreich, Werbung öffentlicher Stellen in Österreich.
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Zuletzt aktualisiert
July 5, 2026

Warum ist das wichtig?

  • Werbung lieferte über Jahrzehnte die größten Einnahmen von Medien und ist noch heute zentrale Säule der Finanzierung.
  • Kommerzielles Privatfernsehen, Privatradio, Gratiszeitungen sind noch immer praktisch alleine durch Werbung finanziert.
  • Die weitaus größten Werbebuchungen weltweit gehen heute an Digitalkonzerne, die keine (Medien-)Inhalte produzieren müssen, diese aber nutzen, auch um große KI-Sprachmodelle zu trainieren.
  • Das stellt die Finanzierung von Medien und Journalismus vor existenzielle Herausforderungen.
  • An Google (Alphabet), Meta, ByteDance und Amazon gingen 2025 laut WPP Media rund 57 Prozent der weltweiten Werbeumsätze (ohne China).
  • In Österreich wurde 2023 erstmals mehr Werbegeld bei internationalen Digitalkonzernen verbucht als bei traditionellen Medien.
  • Öffentliche Stellen wie Ministerien, Länder, Gemeinden, öffentliche Organisationen und Firmen vergeben in Österreich sehr hohe Werbebudgets im internationalen Vergleich. Werbung wird als informelle Medienförderung eingesetzt, häufig mit Fokus auf Boulevardmedien und mit bisweilen auch erkennbaren Hoffnungen auf freundliche oder nicht unfreundliche Berichterstattung.
  • Daten und Charts zu diesen Themen liefert dieser Beitrag.

Weltgrößte Werbeumsätze an Google, Meta und Co

Die weltgrößten Werbeumsätze gehen längst an digitale Plattform- und Techkonzerne. 2025 gingen laut WPP Media rund 57 Prozent des weltweiten Werbevolumens (China nicht einberechnet) an Google, Meta und Amazon. Das Chart basiert auf den Daten in den Jahresabschlüssen der Konzerne, zum Teil auf Größenordnungen nach Daten von WPP Media.

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Digitalriesen weit vor klassische Medien in Österreich

2023 war es auch in Österreich so weit: Erstmals ging mehr Werbegeld an Digitalriesen wie Alphabet, Meta, Bytedance und Co als an klassische Medien wie TV, Radio, Print.

Woher kommen die Daten?

Österreich hat mit 2020 eine Steuer auf Werbebuchungen bei internationalen Digitalkonzernen mit ab 25 Millionen Digitalwerbeumsatz in Österreich und zumindest 750 Millionen Euro global.

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Werbemarktanteile klassische Medien und Prospekt in Österreich

Die andere, traditionellere Perspektive auf den österreichischen Werbemarkt: Beobachtete Werbebuchungen in den klassischen Medien, als Onlinewerbung sind hier nur von Medien gemeldete Werbebuchungen umfasst – nicht aber Suchmaschinenwerbung, Buchungen bei Youtube und andere Werbeformen insbesondere bei internationalen Digitalkonzernen, die, hochgerechnet aus der Digitalsteuer, oben abgebildet werden.

Woher kommen die Daten?

Die Werbebeobachter von Focus MR erheben und vermessen gebuchte Werbung in Österreichs Medien (ein Teil der Buchungen wird ihnen auch von den Medien gemeldet).

Focus MR rechnet die Werbeflächen und Werbezeiten nach offiziellen Tariflisten der Medien in Werbevolumen um. Allerdings brutto – sie können nicht berücksichtigen, welche (branchenüblichen) Rabatte Medien einzelnen Werbekunden gewähren, die 50 und mehr Prozent des Listenpreises erreichen können, auch  Paket- und Kombiangebote bleiben unberücksichtigt.

Ein Beispiel für die doch deutlichen Unterschiede zwischen Brutto- und Nettowerten: Focus kam für 2023 nach Listenpreisen auf brutto rund 563 Millionen TV-Werbebuchungen bei ProSiebenSat1Puls4, die Gruppe hatte in Österreich 2023 einen Umsatz von rund 174 Millionen Euro. Dem ORF weist Focus für 2023 brutto rund 428 Millionen TV-Werbevolumen aus. Der ORF selbst beziffert seine TV-Werbeeinnahmen in dem Jahr mit rund 119 Millionen Euro.

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Österreichs größte Werbebudgets

Welche Konzerne geben in Österreich am meisten für Werbung aus? Die österreichischen Werbebeobachter und Marktforscher Focus MR erheben Bruttowerbevolumina auch dazu. Rabatte und Sonderkonditionen können bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt werden, reale Nettowerbevolumina sind deutlich geringer.

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