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Media-Analyse (MA)

Die Media-Analyse, kurz MA, ist Österreichs große Reichweitenstudie über die Nutzung von Zeitungen und Magazinen. 2026 wird einiges anders.
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Autor:in
Harald Fidler
Zuletzt aktualisiert
March 29, 2026

Warum ist das wichtig?

  • Reichweiten in Print und Print/Online sind wesentliche Größen für die Werbevermarktung. Und Werbung ist eine der wichtigsten Finanzierungsquellen von Medien.
  • Die Media-Analyse wird ab 2025 aus Kostengründen neu organisiert, die Datenbasis ändert sich, sie sind nicht mehr mit früheren Media-Analysen vergleichbar.
  • In diesem Beitrag beschreibe ich grob, was sich mit der Media-Analyse 2026 ändert, deren Daten im April 2026 veröffentlicht werden.

Was ist die Media-Analyse?

Die Media-Analyse ist seit den 1960er Jahren über Jahrzehnte die größte und wichtigste Nutzungsstudie für Textmedien – über viele Jahre also Tageszeitungen, Wochenzeitungen, Magazine, zudem liefert sie Nutzungsdaten über Außenwerbung und Infoscreens.

Die Media-Analyse ist eine Umfrage, lange von GfK und Ifes durchgeführt, 2025 ist Ifes alleine damit beauftragt. H.T.S. wertet die Daten aus.

Befragt werden über viele Jahre 15.000 bis 16.000 Menschen pro Jahr, repräsentativ ausgewählt und mit Mindestzahlen für jedes Bundesland, um auch aussagekräftige regionale Daten zu bekommen.

Die Reichweiten beziehen sich ausdrücklich abgefragt auf gedruckte Ausgaben oder E-Paper, für Tageszeitungen auf den Vortag ("gelesen oder durchgeblättert"), für Wochentitel auf die vergangenen 7 Tage und für Monatstitel auf die vergangenen vier Wochen.

Der "Weiteste Leserkreis" (WLK) gibt die Nutzung über einen längeren Zeitraum an (bei Tageszeitungen 7 vorangegangene Tage, bei Wochentiteln 4 Wochen, bei Monatstiteln 12 Monate).

Die Media-Analyse wird vom Verein Media-Analysen beauftragt, dem verlegerische Medienhäuser und Mediaagenturen angehören.

Die Media-Analyse 2025 ist die letzte nach bisherigem Modus. Pro Halbjahr gab es, leicht reduziert, noch je rund 7000 Interviews.

Was ändert sich ab Oktober 2026?

Mit der Media-Analyse 2025/2026, die im Oktober 2026 veröffentlicht wird, ändert sich einiges. Wegen Austritten von Medien(unternehmen) aus dem Trägerverein und Einstellungen von Titeln hat der Verein weniger Mittel für die Studien. Um die Mitglieder an Bord zu halten, wurden die Beiträge reduziert.

Ab der Media-Analyse 2025/2026 – veröffentlicht im Oktober 2026 – sind die Umfragedaten von zwei Jahren die Basis für die veröffentlichten Werte. Mit jeweils 4000 (statt bisher 7500 und 2025 7000) Interviews pro Halbjahr kommt man so weiterhin auf eine Datenbasis von 16.000 für die veröffentlichten Werte, allerdings über einen doppelt so langen Zeitraum.

Die Media-Analyse 2025/2026 (wenn sie weiter in der bisherigen Terminologie benannt wird) basiert also auf dem zweiten Halbjahr 2024, den beiden Halbjahren 2025 und dem ersten Halbjahr 2026. So geht es weiter: Die MA 2026 basiert auf den je zwei Halbjahren 2025 und 2026. Die Daten aus schon erschienenen Studien werden dazu statistisch auf 4000 Interviews heruntergewichtet.

Unvergleichlich bis 2028

Entwicklungen lassen sich damit nach den Gesetzmäßigkeiten der Statistik für lange Zeit nicht mehr aus den MA-Daten ableiten. Studien, die auch nur einen Teil gleiche Daten enthalten, dürfen nicht miteinander verglichen werden.

Erst im Oktober 2028 wird die erste Media-Analyse nach neuem Modus erscheinen, deren Daten  mit vorangegangenen zu vergleichen sind. Sie wird auf Interviews aus dem Zeitraum Mitte 2026 bis Mitte 2028 enthalten und damit keine Daten aus der im Oktober 2026 erscheinenden Media-Analyse mit Interviews aus dem Zeitraum Mitte 2024 bis Mitte 2026.

Nicht die erste Unvergleichbarkeit

Die Media-Analyse hat schon eine Reihe von methodischen Umstellungen hinter sich, die dazu führten, dass Daten der MA nicht mit früheren vergleichbar waren. 2014 etwa wurde die Methode grundlegend verändert.

Erweiterungen: Cross Media Reach, Cross Media Reach Plus

  • Seit 2024 (Media-Analyse 2023) weist die Media-Analyse neben den Printdaten auch eine "Cross Media Reach" aus, das ist eine kombinierte, um Doppelnutzung bereinigte Reichweite in Print und Online. Die Daten für Online werden zwar in den MA-Interviews abgefragt; für die Cross Media Reach werden aber die Daten der Österreichischen Web-Analyse (ÖWA) verwendet. Die MA erklärt das mit einer einheitlichen Datenbasis für Online.
  • Seit 2025 (Media-Analyse 2024) weist die MA auch eine "Cross Media Reach+" aus, die auch die Nutzung von Newslettern umfasst.

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