Styria Media Group in Zahlen: Wie die Mutter von Presse, Kleine Zeitung und Willhaben wirtschaftet
Inhalt
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Warum ist das wichtig?
- Die Styria ist zweitgrößter Verlagskonzern in Österreich und einer der größten Medienkonzerne im Land.
- Zur Styria gehören etwa die größte regionale Tageszeitung Kleine Zeitung, Die Presse, das dominierende Marktplatzportal Willhaben.
- Sie ist ein wesentlicher Player im medienpolitisch wesentlichen Lobbyingverband VÖZ (Verband österreichischer Zeitungen).
- Die Styria ist nicht auf Gewinn gerichtet; sie gehört der Katholische Medien Verein Privatstiftung und zu rund 1,7 Prozent dem Katholischen Medienverein in der Diözese Graz-Seckau.
- Dieser Beitrag konzentriert sich auf die wirtschaftliche Lage und Entwicklung der Styria und wesentlicher Konzernunternehmen in Zahlen. Basisinfos über den Zeitungskonzern gibt es unter Styria Media Group.
Kontext: Styria Media Group
Grundlegende Infos über die Styria findest du im Beitrag Styria Media Group
2025: Restrukturierung und Abwertung der Medienbeteiligungen
Abgewertet
Die Styria Media Group hat 2025 ihre bis dahin sehr hoch bewerteten Medienbeteiligungen, insbesondere die Kleine Zeitung und die Regionamedien Austria AG, bilanziell deutlich abgewertet. Der Konzern erklärt die Wertberichtigungen mit der Perspektive auf Marktentwiclkungen, insbesondere Auswirkungen Künstlicher Intelligenz und Rückgänge digitaler Reichweiten dadurch, Konkurrenz globaler Plattformen im Werbemarkt und Konjunkturaussichten.
Den Gesamtaufwand für Wertberichtigungen beziffert die Styria 2025 mit 52 Millionen Euro.
- Die Kleine Zeitung (Marken- und Titelrechte) war mit 61,75 Millionen Euro bewertet, berichtigt nun auf 24 Millionen Euro (und damit noch immer der höchste Anteil am Gesamtwert).
- Die kroatische Tageszeitung Vecernji List wurde von 1,986 Millionen Euro auf null "zur Gänze wertberichtigt".
- Der Beteiligungsbuchwert der Regionalmedien Austria (RMA) wurde von rund 31,2 Millionen Euro auf 13,7 Millionen Euro wertberichtigt. Die Styria hält hier 50%.
- Der Beteiligungsbuchwert von Willhaben wird nach 14,1 nun mit 20,7 Millionen Euro angegeben. Projektaufwendungen seien aktiviert worden, erklärt das der Konzern.
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Restrukturierung
Restrukturierungskosten bei neun Styria-Unternehmen, etwa mit Personalabbau bei der Kleinen Zeitung und der Presse (wie bei vielen anderen Medienunternehmen 2025), und außerordentlichen Aufwand beziffert die Styria mit 11 Millionen Euro im Jahr 2025.
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Bilanzverlust durch Wertberichtigungen und Restrukturierung
Wertberichtigungen und Restrukturierungskosten begründen laut Styria den Bilanzverlust 2025 von 49 Millionen Euro und 60 Millionen Euro minus vor Steuern in diesem Jahr.
Das operative Konzernergebnis 2025, betont die Styria, liege bei 14 Millionen Euro. Das Ebidta (Ergebnis vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen) betrug 2025 9,84 Millionen Euro.
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133 Millionen Euro Eigenmittel nach Wertberichtigungen
Die Styria konnte sich die Wertberichtigungen leisten: 188 Millionen Euro betrugen die Eigenmittel vor der Wertberichtigung, nun liegen sie bei 133 Millionen Eigenmittel. Eigenmittelquote nach Wertberichtigung: fast 48 Prozent.
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So entwickelten sich Umsätze und Ergebnisse der Styria, der Kleinen Zeitung und von Willhaben
Weiter unten zeige ich in mehreren Charts, woher die Umsätze der Styria kommen, und wie sie sich zuletzt entwickelten.
Hier die Entwicklung der Umsätze und Ergebnisse über zwei Jahrzehnte:
Woher kommen die Umsätze der Styria?
Aus dem Jahresabschluss: Wie sich die Einnahmen in Bereichen wie Werbung etwa in Digital und Print entwickelten. Und darunter, woher die Umsätze der Styria geografisch kommen.
Willhaben – der große Styria-Deal 2025
2025 wird ein Großprojekt der Styria umgesetzt.
Der Grazer Medienkonzern suchte einen neuen Partner für das große österreichische Marktplatzportal Willhaben.at. Denn: Bei Mitgesellschafter Adevinta sind große Investmentkonzerne wie Blackstone, Permira und General Atlantic eingestiegen. Die Verträge der Styria über Willhaben waren schon 20 Jahre alt und hätten dazu führen können, dass auch die Styria ihre Willhaben-Anteile verkaufen muss, wenn die Investmentriesen Willhaben verkaufen.
Die Styria suchte spätestens seit 2024 neue Partner. 2023 wurde Willhaben nach meinen Infos von KPMG mit rund 350 Millionen Euro bewertet. 2024 lag die Bewertung dann bei 450 Millionen für die gesamten Anteile am Marktplatzportal. Um den Jahreswechsel 2024/2025 sollen die internationalen Investoren einem Verkau mit der aktuellen Bewertung zugestimmt haben.
Die Styria fand einen Käufer und neuen Partner in derLondoner Investmentgesellschaft Sprints Partners LLP, die etwa auch am recht hippen Tauschportal Vinted beteiligt ist. Sprints führt Willhaben längst in seinem Portfolio. Vinted wurde übrigens 2024 mit rund fünf Milliarden Euro bewertet.
Mit dem Deal übernahm die Styria laut Zusammenschlussanmeldung eine hauchzarte Mehrheit an Willhaben.
Aber: Sprints setzt auf Beteiligungsmöglichkeiten für Beschäftigte bei seinen Investments. Eine Willhaben MEP GmbH & Co KG soll das Vehikel dafür sein, sie hält 0,4145% an Willhaben. Die Styria kommt damit auf 49,7929% und Sprint auf 49,7927%.
Woher die Umsätze von Willhaben kommen
Welcher Bereich wieviel zu den Umsatzerlösen des Marktplatzportals beisteuert, Stand 2023 laut Jahresabschluss:
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