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ORF-Wahlen: Stimmen, Generale, Herausforderer, Mehrheiten, Überraschungen, Rekorde seit 1967

Wie viele Stimmen im Stiftungsrat, Kuratorium und Aufsichtrat des ORF machten Gerd Bacher, Otto Oberhammer, Thaddäus Podgorski, Gerhard Zeiler, Gerhard Weis, Monika Lindner, Alexander Wrabetz und Roland Weißmann zu ORF-Chefs. ORF-Wahlen in Zahlen.
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Autor:in
Harald Fidler
Zuletzt aktualisiert
May 31, 2026

Warum ist das wichtig?

  • Der ORF ist Österreichs weitaus größter Medienkonzern mit 1,1 MIlliarden Euro jährlicher Einnahmen, großteils aus ORF-Beiträgen. Er ist Österreichs reichweitenstärkstes Medium in TV, Radio, Online.
  • Der oder die ORF-Generaldirektor:in sind Alleingeschäftsführer:innen mit Personalhoheit über 4000 Mitarbeiter:innen.
  • Bestellt werden sie vom ORF-Stiftungsrat oder seinen Vorgängergremien, großteils besetzt von Bundes- und Landesregierungen, Parteien und Interessenvertretungen. Viele hegen Hoffungen auf Einfluss in diesem großen Medium.
  • In diesem Stichwort findest du, mit wie vielen Stimmen die ORF-Chef:innen seit 1967 bestellt wurden, unter welchen Regierungen und (grob) Kräfteverhältnissen im Stiftungsrat. Wer bekam die meisten Stimmen, welche Wahl dauerte am längsten, wann musste der Stiftungsrat dreimal in drei Monaten bestellen und welche Wahlen überraschten, zum Beispiel amtierende Generale oder Regierungen.

Kontext: ORF, Stiftungsrat, Medienpolitik

<span class="dmmark">diemedien.</span> über den ORF, Österreichs größten Medienkonzern

<span class="dmmark">diemedien.</span> über den ORF-Stiftungsrat

<span class="dmmark">diemedien.</span> über Österreichs Medienpolitik

ORF-Wahlen in Daten – das Überblickschart

Wie viele Stimmen brauchten die ORF-Generaldirektor:innen bisher zur Bestellung, welche Mehrheiten gab es damals, welche Parteien bildeten die Bundesregierung, und wieviele Wahlgänge brauchte es? In diesem Chart versuche ich einen raschen Überblick.

An den jeweiligen Kräfteverhältnissen im Aufsichtsrat, Kuratorium und Stiftungsrat arbeite ich noch. Sie lassen sich allerdings schon grob aus den jeweiligen Regierungsparteien ablesen. Erst ab einer Novelle 2025 sind Mandate erst nach Ablauf von vier Jahren Funktionsperiode auszutauschen und nicht mehr nach Wahlen und Neubesetzung in Regierung und Landesregierungen sowie Nationalrat.

Weiter unten kommen noch Spezialitäten der ORF-Wahlen wie die längste Wahl, die meisten Bewerber:innen, die meisten Stimmen zur Bestellung, die Überraschungen von und für Generale und die Bestellungen gegen Kanzlerparteien. Hinweise dazu bitte an harald@diemedien.at

Die großen Änderungen: Zweidrittel- und einfache Mehrheit, offene und namentliche Abstimmung

Bis Ende 2001 hatten ORF-Chefs den Titel Generalintendant, ab 2002 heißen sie Generaldirektor. Die Funktion ist unverändert: Alleingeschäftsführer von Österreichs größtem, öffentlich-rechtlichem Medienkonzern.

Bis 2001 geheime Wahl mit Zweidrittelmehrheit. Im ORF-Kuratorium brauchte es eine Zweidrittelmehrheit im ORF-Kuratorium, um Generalintendanten fix zu bestellen. Zudem wurde geheim abgestimmt, was Bestellungen spannender machte.

Aber auch quälender: Zunächst brauchte ein:e Bewerber:in damals die Zweidrittelmehrheit. Kam sie in mehreren Versuchen an mehreren Sitzungstagen nicht zustande, konnte ein:e Bewerber:in mit einfacher Mehrheit zunächst provisorisch zum ORF-General bestellt werden. Nach drei Monaten provisorischer Amtszeit und einer Neuausschreibung reichte dann die einfache Mehrheit.

Ab 2001 einfache Mehrheit in namentlicher Abstimmung. Seit dem ORF-Gesetz von ÖVP und FPÖ (Kanzler Wolfgang Schüssel, Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, heute Riess-Hahn) werden ORF-General:innen mit einfacher Mehrheit im ORF-Stiftungsrat bestellt, zudem in namentlicher Abstmmung, allerdings in einer Wahlkabine.

Seit 2026 mit Begründung. Wegen der Anforderungen des Europäischen Medienfreiheitsgesetzes (EMFA, EMFG) einer fairen, transparenten und nachvollziehbaren Bestellung müssen Stiftungsräte ihr Votum dokumentiert begründen. Das dürfte auch Anfechtungen von Bestellungen wahrscheinlicher machen.

Die meisten Stimmen für General:innen: Ingrid Thurnher 2026, Gerhard Zeiler 1994

Einstimmig, aber vorläufig

Einstimmig wurde nur eine mit der ORF-Geschäftsführung betraut: Ingrid Thurnher erhielt am 12. März 2026 35 von 35 Stimmen. Die Radiodirektorin sprang vier Tage nach dem Rücktritt von Roland Weißmann ein. Aber: Sie wurde damals nur mit der vorläufigen Führung der Geschäfte betraut. Fix bestellt wurde sie, wie das Gesetz es vorsieht, erst am 23. April 2026 nach einer Ausschreibung der Funktion bis Ende 2026.

Mit 31 Stimmen fix

Zwei Generaldirektor:innen wurden bisher mit 31 von 35 Stimmen im Stiftungsrat beziehungsweise im Vorläufgergremium Kuratorium (bis 2001) fix bestellt.

  1. Ingrid Thurnher erhielt am 24. April 31 Stimmen, damit war sie nach der raschen vorläufigen Betrauung mit der Generalintendant im März mit 35 Stimmen nun definitiv ORF-Generaldirektorin, allerdings nur für gut acht Monate bis Ende 2026. Für 2027 bis 2031 bewarb sie sich nicht mehr. Drei der FPÖ zugerechnete Stiftungsräte stimmen hier gegen Thurnher, ein den Neos zugerechneter Stiftungsrat fehlt krankheitsbedingt und hat seine Stimme dafür nicht delegiert.
  2. Gerhard Zeiler wurde am 17. Oktober 1994 mit 31 Stimmen fix zum ORF-Generalintendanten bestellt. Davor hat sein Mitbewerber, ebenfalls Sozialdemokrat, seine Bewerbung nach vielen Wahlgängen zurückgezogen.

Drei verschiedene Generalswahlen binnen drei Monaten: 2026

2026 hat ein paar weitere Spitzenwerte. Dreimal bestellt der ORF-Stiftungsrat Generaldirektor:innen binnen dreier Monate, einmal allerdings nur vorläufig:

  • Am 12. März 2026 wird Radiodirektorin Ingrid Thurnher vier Tage nach dem Rücktritt von Roland Weißmann als Generaldirektor rasch und einstimmig mit der Führung der Geschäfte vorläufig betraut.
  • Am 23. April 2026 wird die vorläufige Generalin definitiv mit 31 von 35 Stimmen zur ORF-Generaldirektorin bis Ende 2026 bestellt.
  • Am 11. Juni 2026 bestellt der ORF-Stiftungsrat den oder die Generaldirektor:in für die Jahre 2027 bis 2031.

Möglich, dass die Amtszeit nicht so lange dauert, etwa durch neue Möglichkeiten, Bestellungen anzufechten. Oder durch ein neues ORF-Gesetz einer womöglich FPÖ-geführten Bundesregierung nach den regulär 2029 anstehenden Nationalratswahlen.

Die meisten Bewerber:innen für den Generalsjob: 2026

Die meisten Bewerbungen aller Zeiten langen ebenfalls 2026 beim ORF-Gremienbüro ein: 77 Bewerbungen für den Generalsjob werden am Tag nach Bewerbungsschluss gezählt. Das könnte auch an neuen Anfechtungsmöglichkeiten liegen, etwa durch das neue EU-Medienfreiheitsgesetz und seine Anforderungen an faire, transparente und nachvollziehbare Bestellungen von Rundfunkchef:innen.

Generalswahlen mit und gegen die Kanzlerpartei

Noch ohne die Bestellung am 11. Juni wurde insgesamt 15 Mal seit 1967 ein:e ORF-General:in fix bestellt.

Von 1967 Gerd Bacher bis 2026 Ingrid Thurnher wurden General:innen 10 Mal mit Unterstützung der jeweiligen Kanzlerpartei bestellt. Dazu zählt auch die Bestellung von Alexander Wrabetz 2011 – den die Kanzlerpartei SPÖ nach ihrer Unterstützung 2006 noch zwei Jahre vor der Wiederbestellung austauschen wollte und dann doch wieder bestellte.

Im Juni 2026 sieht es eher nach einem Bewerber aus, den die Kanzlerpartei ÖVP unterstützt. Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP sind im Juni 2026 etwa gleich stark im Stiftungsrat vertreten und die weitaus größten Fraktionen.

5 Mal setzte sich ein General gegen die Kanzlerpartei durch.

  • Die konservative ORF-Legende Gerd Bacher gleich viermal und vor allem mit den Betriebsräten im ORF-Aufsichtsrat gegen die SPÖ: 1971, 1978 und 1982 während einer SPÖ-Alleinregierung; 1990 war der Bundeskanzler mit Franz Vranitzky ebenfalls Sozialdemokrat.
  • Sozialdemokrat Alexander Wrabetz gewann 2006 gegen Wolfgang Schüssels ÖVP – vor allem dank Deals mit ÖVP-Koalitionspartner BZÖ über drei Direktoren von sechs nach BZÖ-Wunsch. Man könnte Wrabetz’ Wiederbestellung 2011 mit Unterstützung einer gerade noch feindseligen SPÖ-Spitze aber auch in diese Kategorie zählen – dann stünde es in dieser kleinen Generalsstatistik vor dem 11. Juni 2026 10 zu 6 für und gegen Kanzlerparteien.

Wahlen voller Überraschungen

Generalswahlen können Regierungsparteien auf dem falschen Fuß erwischen. Aber auch ORF-Generale sind schon aus allen Wolken gefallen. Und manchmal erwachten gleich nach Generalswahlen auch Wähler und Geschäftemacher recht jäh aus ihren Karriereträumen oder vermeintlich sicheren ORF-Positionen.

ORF-Legende Gerd Bacher überraschte die SPÖ und amtierende Generale gleich zweimal und kehrte 1978 und 1990 gegen den Willen der Kanzlerpartei als General auf den Küniglberg zurück.

1978 mussten Kuratoren (so hießen Stiftungsräte bis 2001) dem langjährigen SPÖ-Medienstrategen Karl Blecha noch "beim Augenlicht ihrer Kinder" schwören, dass sie Bacher nicht gewählt haben. Die Titelseite der Kärntner Volkszeitung mit der legendären Schlagzeile zur Wahl 1978 hing bis zu seinem Tod in Bachers Wohnung im Wiener Belvedere: "Kreisky in Paris, Benya in Sofia, Bacher im ORF". Anton Benya war der langjährige, mächtige rote ÖGB-Chef.

Aber auch Bacher wurde überrascht – als sein Gegenkandidat Thaddäus Podgorski, ebenfalls mithilfe der Betriebsräte, 1986 gleich im ersten Durchgang die damals für die definitive Bestellung nötige Zweidrittelmehrheit im ORF-Kuratorium schaffte. Sonst zogen sich die Wahlgänge über Monate, bis schließlich laut Gesetz auch eine einfache Mehrheit reichte.

Podgorskis Wahl hatte ein Kanzlersekretär und ORF-Kurator organisiert, der gleich darauf Podgorskis ORF-Generalsekretär wurde, und schon damals bald als heimlicher ORF-Generalintendant galt: Gerhard Zeiler. Bacher revanchierte sich 1990, kehrte ein letztes Mal zurück auf den Küniglberg, und Zeiler ging zu deutschen Privatsendern. Zeiler überraschte vier Jahre später.

Sozialdemokrat Zeiler überraschte 1994 seine eigenen Wähler – dank Rückhalt der ÖVP von Erhard Busek, die ohnehin keinen Generalskandidaten in ihren Reihen fand: Der damalige ORF-Betriebsrat und -Kurator Walter Amon sah sich schon als nächster Programmintendant. Er hatte für Zeiler gestimmt, sich geziemend vor der Intendantenwahl aus dem Kuratorium verabschiedet und auf seine Vorstellung dort als neues Managementmitglied gewartet. Doch Zeiler nominierte überraschend eine gewisse Kathrin Zechner. Der langjährige rote Betriebsratskaiser Heinz Doucha empfahl seinen Kuratoren ebenfalls Zeiler – und erwartete seine Verlängerung als technischer ORF- Direktor. Auch ihn schlug Zeiler nach seiner Wahl zum General nicht mehr vor.

2006 schließlich überraschte Finanzdirektor Alexander Wrabetz (SPÖ) die Kanzlerpartei ÖVP – mit seiner breiten, so genannten Regenbogenkoalition gegen Monika Lindner, die amtierende Generaldirektorin und Kandidatin der ÖVP. Wrabetz stürzte seine Chefin mit
Stimmen des Regierungspartners BZÖ, der SPÖ, der Grünen, der FPÖ und manches Unabhängigen. Dem BZÖ dankte Wrabetz mit gleich drei Direktorenjobs.

Auf Wrabetz‘ Wiederwahl 2011 hätte in den Jahren 2008 bis 2010, als ihn eigene Parteiführung – Werner Faymann, assistiert von Josef Ostermayer – loswerden wollte, wohl keiner mehr gewettet. Auch eine dieser Überraschungen. Wrabetz schafft 2011 dann eines der besten Wahlergebnisse im Stiftungsrat mit 29 Prostimmen, keinen Gegenstimmen und sechs Enthaltungen. Zeiler und Thurnher, siehe oben, hatten mehr Unterstützer:innen.

Die knappste Wahl, der Vorsitzende entscheidet bei Gleichstand

Gerd Bacher, fünfmal gewählt, zweimal bestätigt, zweimal abgewählt, zweimal zurückgekehrt, verlor auch schon mit dem knappestmöglichen Ergebnis: 15 zu 15 Stimmen der 1975 noch 30 Mitglieder im ORF-Kuratorium.

Wie gewinnt man bei Gleichstand? Wenn nach damals vielen Wahlgängen die einfache Mehrheit reicht – und der Vorsitzende des Aufsichtsgremiums mit seinem doppelten Stimmgewicht das Rennen klar macht. SPÖ-Kandidat Otto Oberhammer gewann durch dieses Dirimierungsrecht des auch damals roten Vorsitzenden.

Die längste Wahl: Gerhard Zeiler 1994

Seit 1974 (und bis 2001) brauchte es eine Zweidrittelmehrheit zur Bestellung – oder einen monatelangen Abstimmmarathon mit Neuausschreibung. Es kam schon vor, dass die neuen Direktor:innen bestellt waren, bevor ihr Generaldirektor definitiv bestellt war.

Bei Gerhard Zeiler 1994 dürfte sich dieses monatelange Spiel am längsten in der ORF-Geschichte hingezogen haben.

Der rote Vorsitzende des Kuratoriums Siegbert Metelko schrieb den Generalsjob überfallsartig extrem früh aus – am 15. Dezember 1993, obwohl Gerd Bacher noch bis Mitte Oktober 1994 bestellt war. Mutmaßliches Ziel der frühen Ausschreibung: Zeilers ebenfalls roten Gegenkandidaten Johannes Kunz möglichst wenig Zeit für Vorbereitung und Deals zu geben.

So stimmten die Kuratoren erstmals schon am 7. März 1994 ab – und erst am 17. Oktober 1994 wurde Zeiler definitiv zum Generaldirektor bestellt. Drei Wahlsitzungen gab es im März bis zur provisorischen Bestellung Zeilers ab Oktober 1994. Am 17. Oktober, kurz nach Dienstantritt, wurde er definitiv bestellt. Kunz zog seine Bewerbung davor zurück.

Um solche überfallsartigen Ausschreibungen zu verhindern, schreibt das Gesetz seit 2001 vor: 6 Monate vor Ablauf der Funktionsperiode ist auszuschreiben.

Rot gegen Rot, Schwarz gegen Schwarz

Um den Generalsjob traten schon mehrfach Bewerber:innen aus demselben politischen Lager gegeneinander an, zum Beispiel:

  • Johannes Kunz gegen Gerhard Zeiler 1994. Beide waren ehemalige Pressesprecher von SPÖ-Kanzlern – Kunz bei Bruno Kreisky, Zeiler von Fred Sinowatz und kurz Franz Vranitzky. Kunz war bei seiner Bewerbung Informationsintendant des ORF, Zeiler kam von RTL 2.
  • Peter Radel gegen Gerhard Weis. ORF-Finanzdirektor Radel wurde von der ÖVP favorisiert, der eher bürgerliche Radiodirektor Gerhard Weis von der SPÖ. Weis wurde 1998 der letzte Generalintendant. ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel revanchierte sich 2001 als Kanzler mit einem neuen ORF-Gesetz, um Weis vorzeitig durch Monika Lindner zu ersetzen.

Gesetze gegen Generäle

Neue ORF-Gesetze dienten schon zweimal in der ORF-Geschichte, um die Amtszeit von ORF-Generälen zu verkürzen.

  • 1974 holte Bruno Kreiskys SPÖ-Alleinregierung Gerd Bacher vorzeitig aus dem Generalsjob. In die Erstellung des neuen Gesetzes war übrigens der damalige Leiter der ORF-Öffentlichkeitsarbeit, Gerhard Weis, eingebunden.
  • 2001 verkürzte die Regierung von ÖVP und FPÖ (Wolfgang Schüssel, Susanne Riess) Gerhard Weis' Amtszeit um ein Jahr mit dem neuen ORF-Gesetz.

Die originelle Wahlnovelle von 2026

2026 beschließen ÖVP, SPÖ und Neos eine frühere Ausschreibung, um mehr als kaum zwei Wochen Zeit für die Auswahl der Kandidat:innen zu haben zwischen Bewerbungsschluss und Bestellung. Denn: Das EU-Medienfreiheitsgesetz verlangt ja ein faires, transparentes und nachvollziehbares Auswahlverfahren.

2026 zieht die Novelle die Ausschreibung von Juli auf Mai vor, die Bestellung soll am 11. August stattfinden.

Doch unter dem Eindruck des Rücktritts von Roland Weißmann als General und heftigen Debatten um ORF-Affären, Politikeinfluss und Generalswahl zieht der Stiftungsrat die Bestellung (gegen die Stimmen etwa aus der Regierungspartei Neos und anderer Stiftungsräte) auf den 11. Juni 2026 vor. Damit bleiben für das Auswahlverfahren samt auch öffentlichen Hearings wieder nur knapp zwei Wochen – wie vor der Novelle.

Das ORF-Gesetz sieht bei weiteren ORF-Wahlen eine Ausschreibung im April vor. Wenn es nicht auch in diesem Punkt bei einer von ÖVP, SPÖ und Neos angekündigten größeren ORF-Novelle geändert wird.

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